Bizalmas Értesítések 1922. január

1922-01-04 [1452]

W i e u i lauuar /irivatmeiduug dos uihiM)U) \euo Freie iresse veróffentlicht eiae inf orniatí ou wouaeh áer bisherige uugarische Geechaéftstraeger in Paris v JxazncusLkw zuiö unganscheu (?esaoaten in paris und Madrid emannt wordeo J ist W í *3 n '3 január /irivatmelduug des UTKB/ Nach eiuer Meldung der Arbeiterzeituug faud kürzlich in Szombathely omo Vörsammlung von Freischaerlern statt in der die uaechsteh AufgateP der Freischaerler besproöhen wurden Ein Offizier maen/te Mitieiiung von der Aukunft zweier wagcons mit Munition irad Aus rustiragsgegenstaende*Es wurde beschlossen dass sich dié Taetig koit der FreisChaerlefzunáechst auf ' (berwáchung der deutsch gesinnten Bevőlkerung in den EisenbWmsiationíLbeschrr.en kon wird ~ S i e n, 3..3&nner,/Privatmeldung des UW/ Samtliohe Vüener Abana­Dlfitter beech&ftigon sich eingehend mit der heutigen Budapester Meldung über eine zu erwartende Zusammenkunft zwisenen Bethlen und Schober v be­zienungsweise üoer die bevorstehende Konferenz zur Herbei führung einer VerstSndigung zwisehen Österreich und Ungarn., Die Neue Preie Presse sehreibt in ihrem Leitartikel: Die Verbitte- • rung des Straitea über das Burgenland, der mit soviel Vergewaltigung für Österreich verbundon war, kann den Fortschritt in der Erkenntnis nicht verhindern : dass die Sukzessionastaaten miteinander lében müssen, das sie sohleeht und recht miteinander auszukommen habén und dass sie sich nicht den Luxus leisten können, Gehassigkeiten gegeneinander auazuspielen und JBmpfindlichkeiten su gehorchen, Zwisehen österreich und üngarn herrscht ein vertragsloser Zuetand, wenn auch im Kompensationsverkahre elnzelne Lieferungen verabredet wurden. Ausserdem wurden aber die andoren wichtigen ataatafinanziellen und materiellen Pragen nicht bereinigt,derén „. Lösung erst die iieehtssieherheit gewahrleistet. Bine Verst&ndigung mit üngarn ist auch deawegen viichtig, weil daselbst der Verdaeht verschwinden müsste., daas das übe reinkoranen von Luna gegen irgend einen Staet geriohtet sei und zur Emkreisung von u ngarn beizutragen habén wird. Es wird una sieherlich scJ-mer. nach dea Unrecht, das wir erlitten habén and naeh der unwürdigen KomSdie von Sopron* die iror.er als ein ttus terhei api el der RechfcsXessig*eXt in Európa gelten wird, die lu. .d suu Versöhnung sa b&®tm Alléin die Zeiten eind zu ernát und c. 3 • ^rtechaftliche und politisohe Vereiassmung, die auf uns last et, m .aste dazu führen, dass wir Jed*?s Haltes feylliatig werdon B «ir brauehen ungariaehea űetreide und die ETngam brauehen ősterreichiache Industrieerzeugni s»e, Diese ewige Wohrheit kann durch kei ne politisehen Sorheiten wi derlegt w érden, Eine Zuöámmenkuaít iwlsohen dem Kanzler und dem ara fen Bethlen könnte wichtige Brgebnisae z«iti?en. Dac Nejen Wiener Ábendbiatt wird von Wiener informierter Stella mit^eteiit: Es handeit aieh wárlSMfte nur um die aus der burgenlandi­selien l^rago wnd aus üem Venediger Abkomcaen sich ergeüenden Angelegenhei­ten wirtschaftlicher ? verkahrsteehniseher und finanzieller Natúr, die sich suűschliesslich auf das Burgenland beziehfJl-Bei den Verhandlungen soll di« Trage des Peagev^rkebrea, ferner der arenzverkehr und schliess­iich auch die Bntschridigung üngorns an österreich für die verzögerte ühergsbe les Bujgonlsndts zur Hegelung gebraeht werden, An ein weiterge­fteKdos Abkomraen, wie es mit SacLechien abgeschlossen wurde und mit Ju­goalawtao üeabsiohtigt ist, wird von unserer 3elte vorlhufig nicht ge­dac-ht., rfollte sich im Verlaufe der burgenlündisohen Verhandlungen jedoch 4ie Möglichkeit ergeben t ein solch weitergehendes Abkommen anzubahnen ,so wiara sich Österreich selbstverstandlich einer solehen Möglichkeit nicht verschllessen, Initiativ vorzugehen hat österreich. int gegenwfirtigen Au­genblick umso weniger *unsoh, als man sich von den mit Jugoslavien zu sehliessenden Vereinbarungen die volle Befriedigang anserer Lebensmittel­im port be durfnisse erho f f t io Wiener Allgemeine Zeitung sehreibt: Es wurde bereits mehraials .ifisaaaf lungevííeBen, dass der weitere Ausbau der Beziehungen unter den Saohfolgestaaten einen der Hauptpunkte das Pro grammé s der Regierung vichober bildet, Der Bundeslcanzler selbat hat aniasslich des Exposés über da» Abkommen mit der tschechischeja Republik die Hotvrendigkeit betont, auc/i mit Ungarn su einem ahnlichen Arrangement zu golangen.Irotzdem wur­den, wie wir erfahren, von östorreiohischer Seite keinerlei Initiativschrit te ín die ser Hichtung unternomaen, wohl aber ist in Wien bekannt. dass die ungarische Hegierung das Bestreben hat, ein Abkommen mit österreich zu schli essen und dass sie zu dlesem Zwecke bereits verschiedene 3chrit­te unternommen hatte,, Prinzipiell ist die österreichische fiegie ; rung na­turgemöss zu solehen Verhandlungen béreit, umsomohr als ein ausserer An­lass hieza durch die Beaprechungen über den Zusatzvertrqg zum Vénediger Abkommen gégében ist., da nun bekannt 1 ich alle Mnzelheiten über die österreich im Burgenlandé zu gewahrenden Verkehrserleichterungen fest­galegt verdén müssen. Bei der Vorbereitung oines handelspolitiaohen übereinkommens mit üngarn wird österreich selbstverst andlich seinem bis­berigen Standpunkte treu bleiben und nur einen Vertrag zustande kommen lassan, der koine Spitze gegen einen dritten enthalt .Auf diese Weise wird der EU g3wartigende Vertrag mit üngarn ebenso wie der mit Tscheohien be­reits nbgeschlossene und wie andere spater no oh abzuschliessende, den praktischeii Srfolg der in Portorose festgelegten Crundsatze auf dem Wege %im wirtschaftlichen Aufbau Mitteleuropaa bilden. Der Abend sehreibt; Von ungarischer Seite werden unswéidautige Versaehe gemacht, mit österreich in Verhandlungen einzutreten. Das Be­diirfnis nach solehen Verhandlungen ist auf ungarischer Seite umso grösser, als mm sieh nun nach übergabe Soprons die Notwendigkeit ergibt r die im Ven ed iger Protokoll vorgesehenen Zusat a verhandlungen für den Pali, als 8ox>ron bei üngarn bleiben sollte. zu führen,, Überdies hat das Abkomuien von Lana in üngarn sehr grossen Éindruck hervorgerufen, Aach die Arür'lndi­gung. dass nun ein áhnliohes Abkommen mit Jugoslavien abgeschlossen wer­den soll sowíe die Anzsichen, dass atch Italien mit Österreich in ein Vert ragsverh&ltnis treten will, lassen die üngarn ihre Vereínsamung sehr unangeneha empfínden. Von ungarischer Seite wurde heute die I^achrteht verbreitet dass schon in nfichster Zeit in Wien Verhandlungen stattfinden sclleu. 3o weit ist die Frage noch nicht gediehen, Bisher ist weder von Uíigarn noch von fráterral.-' ischer amtlieher Seite der Anstoss sur Aufnahme ,it% Verhandlungen gegehon worden, es dürfte aber kaum raehr lange dauern.. fejtí űiea geachehen wird. „ Das Neue Achtuhrblatt betont, dass zwisehen usterreieh und Ungarn noch einganter Komplex ungelőster wírtsohaftlicher Probleraeexistiert. in Üngarn sieht man seit langem ein, dass a a auf die Dauer nicht angehe, mit Österreich im Unfrieden zu lében, Nachdem nun die feoproner abstim­Bűne voruber ist f glaubt man den Zeitpunkt gekommen, die abgerissenen oder dc^ sehr locker gewordenen^wirtjo keiJ3é einseltige Bindung bedeuteb sollte. w i e n , 3. Jnnu?.r./Privatraeldung des UTKŰ/. ^7ie die Wiener vittagszeitung erfaehrt, schweben derzeit Verhandlungen über daa P*og»amm der 'zusmirenkunft des österreichischen Bundeskanzlerft mit* dem unp;sri3chen \ inisterpraesidenten, die schon In der naeohsten Zeit in iieri stattfinden soll.Gráf Bethlen soll mit einem Stáb von Hefe­renten nach Wien konnen, da die Beratungen vornehmlich v/irtachftsfra­cen tnrfaösen werden*

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