Bizalmas Értesítések 1921. október

1921-10-13 [1449]

"... i e íij 12.Október. / Privatmaldung des UTKB/ Unter dem Titel w Wie Ósterreich in Westungarn verraten wurde" schreibt der Abend unter anderem: Es wara ein grober Pehler, der Entente alléin die ganze Schuld an den Ereignissen in Westungarn zu gebén, Dass es so weit kan, ist nicht zum wenigsten Schuld dar österrei chischer. Regi erungen und der hinter ihnen stehenden bürgerlichen Partéién, Beidé: Begierungen und Partéién habén ea geduldet, dass bei uns der gröbste Verrat getrieben wurde, ja sle habén die Verrater nicht nur geschont, sondern auch nach Krfiften gafördert, W&s in Westungarn gasehah, ist die natürliche Polge dieser verrottaten Zustande. Von einer unbedingt mit den VerhaMtnissen schr genau bekannten Persönlichkeit, erfahren wir folgendo ungeheuren Eatsachen: Scit Jahr und Tag waltete in Sopron eine Kommission, die die líbergabs Westungaras vorzubereiten hattá, Vertreter Öaterreichs in die­ser Koramieaion war ein nichtssagender Legationsrat des Ministeriums des Aeussern und Minist eriiarat Neugebauer vom Minis te rima des Innern.Der Lcgationsrat tat in Sopron wa3 Legát ionsr&t e seit jeher getan háben: Er pflegta gesellschaftliehan Verkehr mit den in der Ilac ah a rsc ha ft wohnenden ungarischen Aristokratőn, Der Minis terialrat ITeugebauer brachte für diesen Posten eine besondere Smpfehlung mit: Er ist der Gamahl einer Grafin Almássy.Br wurde auch in Sopron von den ungarischen Grafen, als ihresgleichen, mit offenén Armen aufgenomsien und war bald sehr stolz éaraaí, daas ihn die Grafen Srdödy,Esterházy und Almássy, die Verwundten seiner Prau, so gut behandeln. In seinem Amte sah man ihn nie.Wenn es ein Soproner, der der österreiohi seben Sache gut gesinnt war, wagte, die üste rre ichische Abordnung aufzusuchen— was als Landesverrat galt— wurde er vom Xanzlerfraulein oder vom Ghanffeur des Herrn Ministeriálrates emp­fangen.Herrn Ueügebaaer bekam ein gewöhnlioher Sterblicher nicht zu Sehen, 3ereits im Pebruar dieses Jahrea war es ausgemacht, dass die Üher-'. nahma des Landes durch Gendarman und Pinanzer erfolgen sollts.Ss tauchte nun der Plun auf, einen höheren Gendmrmerie-Offizi er der Delagation bei­zugeben, damit er die nötigen Vorbereitungen im Lande selbst treffe.Die­der Beobachter ware aber Herrn Neugeb&uer und mehr noch seinen ungari­schen Preunden sehr unbequem gewesen und so wurde der Plan hinterti-ie­ben, Herr ITeugebauer beriehtete dann, dass alles in schönstcr Ordnung sei, nur die Porstakademiker in Sopron, meinte er, seien ungarische Hitzköpfe und würdeh vielleicht Schwierigkeiten machon. Auf seinen Be­richt rückte ara EG.August die Gendarmerie mit klingendeu* Spiel im Burgen­landé ein. Eine Abteilung von 400 Mann war besonders béreit gestellt ,um mit den sohlimmen Porét akad emikern f értig zu werden. Plötzlich gingen in Westungarn die Gewehre los und plötzlich war das Land von wohlauegerü­steteji 2reisch&rlera besetzt.Die Gendarmerie musste sich nach blutigen Opfern zurüokziehen.Herr Seugebauer und seine Prau Gemahlin, geborene Gráfin Almásay, aitzen aber noch imraer als Vertre tor der österreichi­aehan Republik in Sopron. Ungleich arger ist der"Pall Peinlich", Her Peinlich war bis vor kurzem Landesgendarmerie-Kommandant in Steiermark. Er war als Monar­chiát und Arbeiterf eind seit langem bekannt, Herr Peinlich hat einen Sohn, der früher Offizier war. Per junge Peinlich ist Offizier im un­garischen Detachement des ungarischen Obersten Lehár, Bies war sowohl der Regierung Mayr wie der Regierung Schober bekannt, Hiemand fand aber darin etwas Anstössiges. Hcuer im Sommer weilte der Herr Landesgen­darrae rie-Kommandant mit seiner Gemahlim am Ueusiedlersee zur Sommer­frische, Nach ihrer Rückkehr nach Graz, aus serte sich Prau Peinlich ganz offen voll Freudef w lass die rőten österreioher das Burgenland nie bekommen werden, dafür sei schon gcsorgt". Warum Peinlich ehdlich von seinem Posten sebeiden musete, ist bekannt. In den ersten 'Tagon der Kfimpfe in Westungarn wurde- ein ungarischer Spion festgenoramen; Ser einen Zettel bei sich trug, auf dem die Adressen Peinlichs und seineS Preundes, des bekannten Monarchiátsnführers Eittmei ster Riedl, verzeich­net Waren. Riedl zog es vor zu flüöhten, Peinlich ging in Pension.ITach seinem Bücktritt eröffnete Harr Peinlich plötzlich einen Pferdehandel. Als Pferdehandler unternimmt er standig Reisen naoh Ungarn. Als die Kun­dé von seinen verdacht igen Beziehungen zu den ungarischen Preischarlern 1-n die öffentlichkeit* drang, be macht igte sich der Gendarmen an \er steirischen Grenze grosse Erregung; Sie erkiarten, dass sie ihrer. go ­fahrlichen Dienst nicht mehr versében können, wenn in ikrem Hűeken Ungestraft Verrat getrieben würde. Bundeskanzler Sehobei forderte den Mini ster des Innern Dr.Waber auf, den Pali zu untereueben. Dr.Waber übertrug erst nach einiger Zeit diese Aufgabe dem Lsiter der Staatspoli­zei in Wiener-Heustadt, der aber bisher noch keinen Pinger gerühri; hat, Schliesslich muss noch der Pali Schwagula erwahnt werden. Schwagul© der Bürgermaister von Pehring ist überwiesen, an die Ungarn den Auf ­iaarschplan der österreichischen Pinanz-Wachleute in Westungarn ausge'­liefert zu habon, Er würde verhaftet, kurze Zeit darauf aber gegen 3i­chera.tallung freigelassen. Der Abend schreibt dazu: Unter solchen Ver­haitnissen wird sich niamand wundern, wenn die Politik dor östorreichi­schen Regierung in Westungarn Schiffbruch erlitt. Bt ion, 12,Október. / Privát meldung dos UTKB/ Bor Arbeiterscitung wird von der GebfiU^deverwaltung Bruck-IIcudorf gémeidet: In der Hfacht auf Montag gelang es den Banden in das ararische Slektrizitatawerk öinz­dringen. Da sie wahrscbeinlich in der Werklcanzlei Gelő vermut a ten, er­brachen sie samtliche Schreibtische und warfen die Ladán samt dem Inhált zu Boden. Die Türan der ábgesperrten Raume erbrachen sie durch Binschla­gen der Schlösser, Bie Gegenstande, die sie des Mitnehraens für wert er ­achteten, wie Uhren, Werkzeuge und Kleider der Arbeiter, trugen sie in • einem Raume zusammen. Da aber alsbald unsere íruppen eingriffan, gelang es ihnen nicht, ihre Beute in Sicher^eit zu bringán oder weiteren Scháden anzurichten. Vermisst wird nur ein Arbeiteranzug eines Elaktrlkers, Ba únsers Truppén Das Géb&udé umstellt hatten, flüchteten die Banditán durch den Kellér und den Auf zugschaoht. Die ganze Durchführung des Raub­iJberfalles Lösst darauf schli essen, daas er von jemandem verbereitet war, der die Werkanlage genau kennt.Der früher e Leiter des Werkes, Inge ni eur Marchall, ist am Tag a vorher untar den Bandi ten als einer ihrer Pührer geseben worden. .... I I 'Ifi '§ 55 o iis b a't li e l'y V okt; 12T • 4 t» fölnevelő ^.i™^* , i*ŐíSiP*^ ,, ^ «TO.tóv;;ál S (5löv6i' Karter jlttif OB meer Károly ^Bélovöi" %mitm:éQz<>iM vonuló osztrákokkal Ausztriába szöktek, /MTIJ ' iratávlrata/ Az lasl JleVV-í.^.íí^'v??! / Á ml tudósi tő jáaak azik­kapeaolatekréí é3 l^i ál^Jt iJVf. ^eioaallsták kizU ujabb ről alaedezaík. í iíp # sítriaf ^TlL^StS^****! 6 **** •«*««tesé­-razừ« Z2mm+ ** 1-** ztrlmt *«S*l-^«pitották, hegy Najaatsmivar­rszüoa aéaat tiazt** 9 az egykori^Orgea tagjai tlítézSdalk. ^

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