Bizalmas Értesítések 1921. május
1921-05-25 [1444]
Z ü r i c h, 24 Mai . Die neuen Zürcher Nachrichten erhalten aus i'reiburg folgende Zuschrift? Es -.var ein? inhaltschwere Depesche, die meldete, dasc König Karl die Schweiz binnen Kurzem zu verlassen gedenke •> Zur Depesche selb<3ijfcgu bemerken s dass sie jedenfalls die Tatsachen nioht nach ihrer Qj^tiej en Wahrheit, wiedergibt lab sie vielleicht das Diktat unseres politischen Departements*? Hat man seitens des jpoliti schon Departements dem iCönig Karl die Abreise nahegelegt, dann scheint berechtigt sei», das let st ere anzunehmen . Wenn dem aber so-, sein sólliÉ. , 0usste es gerade das politische Departement sein, das von sich aus König Karl nahegelegt hat, ohne dass sich etwas belastenden gegen ihn- ergeben haetbe . die Schweis zu verlassen? Ist es ferner zutreffend, dass es bei der Aussprache im Bundeshaus^, zu einer erregten Debatte gekommen ist? Das schweizerische Volk: , welche s" das As:: Ire cht nicht ohne weiteres iffrreiabgeben wjill, würde für eine offene Antwort sehr dankbar sein Wie kommt es, dass täan in Bern dem Ednfluss auswaertiger Diplomaten erlegen ist und vor der Schweizer Sozialdemokratie und der. Freimaurern kapituliert hat? Die Angelegenheit i«t mit der Berner Depesche nicht erledigt . Nun wird nag .rs- r%OT»t auf die Behanc,-- ' lung der Interpellation im Nationalrat gespannt sein. Vielleicht wird auch im Etaenderat noch- eine Interpellation- über diese Angelegenheit eingebracht werden • Oder soll in -der Schweiz, jeder BolrsChorist mehr Recht haben als der Monarch eines Staates, zu dem wir freundschaftliche Beziehungen pflegen, der aber auf christliche*» Grundlage aufgebaut ist-? /Me ldung des Berichtersta tters dQsC/fijrß/, Pozsony 24, Mai a YTrr*aer ges'tern abgohal Lenen Sr= tzung der Gemeindevertretung wurden die staedtischen DonauHafengründe an den Staat verkauft. Nach dem Übereinkommen erhaelt die Stadt sofort nach der Interzeichnung des Vertrages 6 Millionen Kronen bar, weitere 4 Millionen je : nach dem Fortschreiten der Hafenstrassen- und PflasterungsarSeiten und ein Barle Ion von 2 1/2 Millionen für die Erweiterung der staedtischen Elektrizitaetswerke. P o z s o n y> 24. Mai/Meldung des Berichterstatters des UTKB/ Wie Keleti Újság meldet, hat die Regierung schon vor einiger Zeit den Bau zweier neuer Eisenbahnlinien in KarpatoRusslánd- beschlossen.Die erste geht von Michailovitza nach Munkács. Der, Bau dieser Linie, schön vor geraumer Zeit begon. nen , geht nur langsam vorwaerts.Der Bau der zweiten Linie, die von Munkács nach Huszt führen wird, soll in kurzer Zeit in Angriff genommen werden. 4tft B e r 1 i n» 24. Mai«. Wie der Vorwaerts meldet, hat sich der Vorstand der internationalen Gewerkschaftebundes in Amsterdam in seiner . letzten pitzuttg mit dem polnischen Aufstande in Oberschlesien beiasst . Nachdem der Vorsitzende des allgemeinen deutsohen Gewerkschaftsbunde a Leipart eingehend den Bericht über die polnischen,Gewalttaetigkeiten „ und der Begünötigung durch die französische Besatzung erstattet hatte, wurde beschlossen!, dass der internationale Gewerkschaftsbund eine aus Jouhaux /Paris/ »' Williams /London/ und Fimmen /Amsterdam/ bestehende • üntersuehungskommisuipn ehestens nach Oberschlesien entsendet",1-^"' dort an Ort und Stelle in Gegenwart der deutsohen und der polnischen Gewerkschaftsvertreter Feststellungen für die objektive Beurteilung der 3chuidfrag«* vorzunehmen • /UTKB/ B e r 1 % »T 24 -Mai. Dem Lokaianzeiger zufolge erklaerte der Führender deutschen Volkspartei Dr .3tresemann auf dem badisehen Landesparteitag über die Frage der Beteiligung seiner Partei an der Regierung unter anderem: Voraussetzung für die Mitarbeit sei eine vollkommene Umbildung der Regierung sowohl im Reiche als auch im Prcussen Das Zentrum habe den .Schlüssel der Lesung in der Hand Man stehe vor der Entscheidung, ob es als bürgerliche Partei ge~ .villi nein wird, sich im Reiche oder im Preussen den vorherrschenden -Einfluss zu aichern, auf den es ein Recht habe. Die deutsche Volkspartei sei für eine völlige Gleichberechtigung der sozialistischen Partei Deutschl.anda, denn derjenige habe die Zeichen der Zeit wicht- erkannt, der nicht mit der Sozi, 1 * 1 Demokratie zusammenarbeiten wol«ß? und der nicht oihse'r-, dsus'S és daráuí ; vh~ komme, sie zu positiver Mitarbeit heranzuziehen ./UTKB/ ' e § P a r i s , május 24» /i MTI szikra távirata./ Ánqorai jelente* ssermi a nemzetgyűlés Bafet basa tábornokot a biztosok tanácsának elnökévé, Juszuf Ke mai béget amoszkvai k&malistv gáció főnőkéi pedig külügyi biztosnak választotta* mk «• M M o s k a 24.Mai .Das \ olkskommissaraat für Volksgosuud* heit veröffentlicht zur En tkp&f tung der von englischen Zeitungen gebrachten Meldungen über die Pest von Russland eine Eundmachungern der es unter anderem heisst; Jm Gebiete der Raetorepublik Rüsseinas ist in den Jahren 1920 und 21 kein einziger #j?o st fall verzeich-» net gewesen.])ie Ende vorigen Jahres in der Mands/Srei ausgebrochene Pest kann nicht als Epidemie bezeichnet werden da insgesamt nur 39 Faelle vorgekommen sind.In Wladiwostok sitid Anfangs April 1. J. die ersten Pesterkrankungen vorgekommen*Mi11e Mai •zaehlto mau in der Stadt 328 Faelle.Aus Teheran wurde am 10 fc Mai gemeldet, dass in einem Gebiete Persiens Beulenpest ausgebrochen sei. Die Grenze zwischen Turkestan und Persien ist geschlossen worden. Alle Massnahmen zur Vermeidung der Einsehle^pung sind getroffen worden. /UTKB/ ™ i P r a fi24.Mai.Wie die Tribuna meldet , ist heute eine Delegation von 18 tschechischen Kommunisten*nach Moskau zum Kongress der III. Internationale abgereist./UTKB/