Bizalmas Értesítések 1921. április

1921-04-29 [1443]

W i en, 29 .April /Privatmeldung des ÜSBKB/ üie Neue Freie Presse meldet 3Wie wir erfahren., solJ. in ungarischen Kreisen die Absicht bestehen t im Wege eines durch den Grafen Sigra/, dem Ver ­waitungschef West Ungarns und dem Obersten Lehár unt er-stützten Putsches eine autonome Regierung in Wegtungarn zu schaffen und sodann die für cflen naeohsten Monat geplante Abtretung We s tun gains, v;erin nötig,mit Gewalt zu verhindern. Hiezu meldet die Telegcapheninformationsm aus Jintente ­KreisestSamstag . jku^ ifcv Budapest unter Vorsitz des Ministeipraesidenten Grafen Stefan Beihlen eine Konferenz statt,an der der Minister des Aueseren Graf Nikolaus %&£g& Banffy,die we st ungarischen Abgeordneten^ der Generalkommissaer für Westungaxn Graf Sigrayjder Militaerlcommandant in Westungarn Oberst Lehar uiid der gewesene Minister des Auesseren Dr. Guseav Sa Gratz teilnähmen «Die Konferenz beschloss nach eine/.' laengeren .Debatte über das weitere Vorgehen Ungarns in derwestungarisehen Präge, das» unmittelbar nach der bevorstehenden Uebergabe Westungaans an Österreich durch die Ententetcommission unter dem Schutz der Lehar ­Gruppen durch einen gewaltsamen S&s. Putsch Westungaxn in die Haende einer autochäonen provisorischen Regierung gebracht werden soll. Die Putsch ­Regierung solL sofort Wahlen ausschreiben und den Wiederanschluss an Ungarn proklamieren Jfer Den Österreichischen Fairtoren soll nötigenfalls mit Gewalt das Betreten Westungarns verwehrt werden .Die ungarische Regie­rung soll gegenüber diesem Putsch in Wesbungarn eiyne fraltung der schein­baren Ohnmacht an den Tag legen. In der Konferenz . zur Vorbereitung dieses Éaísches wurden fol^ gende Beschlüsse gefasst? Die ungarische Regierung lehnt bis z'j* Uber­sie sofort bewaffnete Einwohnerwehren und schliesslich soíl)n d5e ansehlussfreundlicheL Elemente in Wéstungarn konskribiert-werden, um bei dea Putsch sofortunter die iffaffen gestellt zu werden.Eine Anzahl ungarischer Agnaten,insbesondere Graf ^s|terhäzy, ferner dife unw­rische Integritaetsverein, 30wie die ungarische Rerr&erun* selbst 0 verpflichten »ich zw Aufbringung der nötigen Geldrdttel" In der Kon­lerens erklaerte braf bi^ray unter den géaenderton Verhältnissen wieder im Amte zu verbleiben. Ebenso der Obergesnan Graf Cziráky. Die von dem fruhéjen Minister des Aeusseren, Dr. dralz seinerzeit angeo*d£ nete wirtschaftliche Absperrung Westungarns wurde angesichts der°Bo­schlusse der Budapester Geheimkonferenz aufgehoben. Die wostungarisohSa Abgeordneten |W*f .und Huoor orklaorton, dass die Aussichten fori aoller legale» fahlen in siestungarn unter dem Terror der Einwohner-­wehren unoedingt für den Jiederanschluss an Ungarn ausfallen würden. 1 In »uener alliierten diplomatischen Kreisen, die über die Beschiiis* se der nudapesucr Geheimkonferenz unterrichtet sind, wird erklaert, dass die Durchfilhrtog dieser Putschplaene für Westimgarn die Gefahr von VJLIitaerxsehen Komplikationen bedeuten würde» «... Tr Wie di e dlaetter neiden, fand ara 28. dieses eine Sí*.??! «S«rÍIS2ÍÍ u , ngs , s t ? 110 für das Grönland statt, in der gfeS tek^U ^ beabsichtigten Putschplaene in Westungarn pro- I Die leue Freie Presse kommentiert diese Ereignisse ^ s . fol-enderaassoni Wir können nicht glauben, dass^die ungarische Regie» • i»ung durch ihre Minister an einem Bruch o des Friedens mitwirkte, tfir können nicht glauben, dass ein Mann von der gerechten politischen Erkenntnis, wie Ministerpraosident^raf Bethlen su-einer Politik des offenen Konfliktes sich wird hinroisson lassen. Ein solcher Putsch­versuch raüsste die Verhältnis für Osterreich isasslos erbittern . Die Brucken für eine Verstaandigung auf lange Zeit abbrechen und die gax» ze Welt vor die Frcge stellen, ob die Friedensschlüsse überhaupt noch irgendwelchen Sinn haben. Es waere dringend su wünschen, da?s jede Gewalt in der westungarischen Frage unterbleibe und dass nach wie vor der Versuch gemacht werde, sie auf gütlichem Wege zu schlichten. Wien, 29 r April /Privatmeidung des UTKB/ Das Neue Wiener Journal meldet au-; Prag; Der Budapester Korrespondent der Präger Pres e berichtet seinem Blat e : Wie der Korrespon­dent aus gutinformierter Quelle er faehrt , fan a hier gestern eine vertrauliche Konferenz der Abgeordneten und sonstigen Vertretern Westungarns statt-, um Vorkehrungen zu treffen, dass uie in dro­hendex JNaehe gerückte Lösung der wes tun gar Ischen §ra Frage xawalt gewaltsam verhindert werde. Die ungarische Regierung erhielt aus Paris die Mitteilung, das/ die Gros maechte beschlossen haet en , die Übergabe Westungarns an Österreich noch im Laufe des kommen­den Mai durchzuführen. Deshalb versucht die ungarische Regierung dies zu durchkreuzen um» eine revolutionaere Bewegung in Westun­garn mit Hilfe des Obersten Lehár und dessen Truppen, wie des Gouverneur J ven We.-;tungarn Grafen Sigray hervorzurufen, Es soll die Autonomie Westungarns ausgerufen werden, um mit Gewalt die Ergreifung Westungarn •• zu verhindern,, Die ungarische Regierung würde erklaeren, das sie die Autonomie Westungarns anerkenne" und man hofft auf diese Weise eine Situation zu schaffen, die es der Entente erschweren würde einen Ausweg zu finden, um so die Übergabe Westungarns an Österreich von neuem auf unabsehbare Zeit hinauszuschieben. W i e n , 19. April /Privatmeldung des UTKB/ Die Wiener Morgenzeitung bringt die Melsungen der Prager Presse und der Telegraphen-Information" über die geheime Konferenz in der We s t un g a r i a ch e n F r ag e . Wien, 29. April. /Privatmeldung ees UTKB/ Die "iener Morgenzeitung berichtet aus Budapest über die Stellungnahme der ungarischen Kaufmannshalle gegen den Ministerpräsidenten Grafen Bethlen. nao7ÁAnc i cuéi TAI

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