Bizalmas Értesítések 1920. november
1920-11-14 [1438]
w « • ' i * v í * TI 74 hősember/Privatme Idung des nTKB/Díe sfíiiuna i»P Btoht'sordnung in Ungarn "bt t'. t\«l Un Art i M i Regierung und btnirmt sichmustergü lu S-l*f* r .' S A° mit í i 3 », 14.Bouember/Prioatmsldung 49$ UTKB/Di e Meue Freie Presse oeroeffenili «h 4 ' an iei tender St elle,$tiamen kerporragender ungariscner Staatsmaenner- über die Lo esung der Krise dor Recht ssickerhe í t in Ungarn 0 Ministerpraesiáeni Gráf Teleki sagt: Was in Ungarn ggschohen tst f 'ioi eine naí'2rlieke Folg« ies Kríeges* á$r uns sur Bruialitaoí ersogan hat,és? Re polut ionon die ünberufenen Waffen in die hand geárüeki habon, uni des Frindensdokumente&. dass die hátion sur Versweiflung getrieben hat.Wenn ioh aoer diese Ersckeinungen als natUrlioh betrackie. 30 ist das nur der Standpunki des 'fcrstes der sich bewusst istjdass die Krankkeiten durch haíurprosoase herporgeruf en verdén,der auch genau weis,welche Xüraa odor laengere Wege der Beilung sum árfolgef(ihre í .Bei kcrn.plisierten Krankkeiten und einer solcken stehen wir gegenüber - geht der Beilungsprosess nur langsam und allmaehl ich por sich* Der Zdi tpunkt der Anwendung der B?iImi ttel muss in der genauen Erkonntnis ddr Xranhheiiserscheinung gewaekli verdén* ffler die Dinge anders beurteilt, und aufbausükt,leistei der Sanierungsarbei £ keinen guten Disnst sondern erschweri sie.Mer in Európa Umschau haelt kann sich Uberseugen, dass solche Konoulsionen infolge des Xri^ges nicht nur in Ungarn bssieken.Leidér ist Ungarn oon der aialt mehr abg eschni tten als andere Síaaten«Die ungari schen Btlrasr perfügen nicht über Mittel um ins Ausland su reisen.Die wenégen Auslaender* die su uns kommen sehen sich su ihrem Erstaunen in einem Saohisstaate éoch sind ihrer su wenige um d ie ganse eeffentliehe Me inung eines b ess eren su belehren. Gráf Július Andrassy meint; Wir s tehén einer aJllgemeinen Erscheinung gsgenüber, su welcher die Ve rsaeumni sse ae r persch i edenen Megierung- beige tragen habén ,M an ist nicht energisah genug mit pollen Mute und poller Entschlossenhei t an diese Dinge"herange tre ten.um sie im Keimé su ersiicken. Darum habén diese Erscheinung en einen ernsteren Gharakt er an genommSn.Man haeíte ihnen laengst beikommen müssen s und haeite dies auch tun koennen*hun wird dies bestimmt aeschehen* Ss haid< sich um anarchiaehe Elemen te und Baeuberbanden die mehr fach auch politisch missbraucht wurden .Wenn die Aktion der Regierung energisch wei tergefíihrt veird, dann wird der Beweis erbracht werden, dass es sich hier nicht um die Erkrankung des gansen 0rganismu3 sondern um Krankhei tssymptkomé handelt t die auf die erwaehnien Ereignisse surileksuftlhrsn sind. Báron Josef Ss tar enyi sági e : ffir Alle die wir mit Sorge den Gesckekni ssen der altén Bichtung folaten,und die Sehwaecke der wechselnden Regierungen offisiell una im pertrauliühem fiegs gegeisselt kaben^ sah en die Ab twend ighei t energi schen Zugre ijens v>o raus , Auswückse,d&king ekend, dass sick einselne gese 11sckaftlíeke Crganisaiionen ein Recht anmassen, eine Bebenregierung su bilden t dUrfen nickt laenger geduldet werden, Es war ei'n stindenhaftes Yersa&umnis-diesen Áustand so lange ungesir aÁt su lassen^Darf es Dorkommen,dass ein privater '/erein DeieJftiporganisationen auf recht erhaelt und in der Ba tűonalüersoMmlung oeffenilich einbekannt wird, dass er eine solche Dedektivorganisation beseitst ? Dass die Dinge so weit entarten konnten f ist der Sehwaecke sususekresben, die inf o Ige der ungeklaerien poli tischen Verkaeltnisse innerkalb d"er Regierung su Tage treten,des3 di * Mi teli ede r der Regierung gegeheinander taeglioh, fást moeckte i ch sagen offen Stellung nahmen,wobeű die §aisache nickt uersckwiegen werden áarf, dass ein Minister aktii>es Mi tglied des von aer Reg ie.r7j.ng. suspendi érten Ve re ines isi.So entschloss dich dann die Regierung* im Interessé des Landes und der Éhre der Nation e insuschrei ten Pích moeckte nickt g lauben p d a3S bereits Alles geschehen ist, was sur Herstellung der pollen Rechtserdnung notwendig #ar, Die bisherigen Scnritte bilden jedenfalls einsfi ernsten Anlass i afür r dass alle,die die poli tischeund mirtsekaftlichedig fii ederauf ersteh&ng des landes anstreben koffen dass endlick der Reehisstaat wieder sur Ge Itung gelange, das Ungarn sich die Aaktung des Auslandes dadurck erwerben Koenne.Vir wollen nicht ruhsn, bis der polle Rechtssus tand nickt wieder hergestell t und donit normálé Zustaende gesichert smd^Ick perkenne keineswegs dass e3 noch manche innere Xaempfe gebén wird^Die Spannung in def inneren Poli tik die in. der naschsten Zeit^saax poraussicktlick schon in den naech~ sten ü'ochen in greifbare Erscheinung treien wird,und swar in einer Parteikrise und einsr damit porbundenen Regierunqskrise dütfte den U aerungsprosess fordern.Die neuen jPoliiischen Gebilde mtissen una werden ents tehén und in die sen wird sick sokliesslich die klare Erkenntnis entwickeln.Alle Anseichen deuten darauf hin.dass mii den £ extrémen Ri cktunge n aufgeraeumt verdén wird,eine 3tarke Poliiik einsetsen 'dttrfte die su den Bi chtungen der europaeiseken Poli tik nieht in so ximx scharfem Gegensatse 3tekt s wie dies leider bisker der Fali war. ' Die Neue Freie Presse fügt su diesen Aeusserungen emlei tend hinsu; Die grosse IrÍ3e in Ungarn gibt su den erns testen Bedenken Anlass.Au3 den letsten Nachrichten isi su ersekén, dass ein oollétaendiger Umsturs kaette stattfinden soll en,und dass das Land'in eine Pali tik des ?chreckens des sagellosen Glaubensha3ses und der schrecklickster Reaktion kaette gefükrt werden sollen.Dies war der letste Augenblick der Rettung und auok jetst bleibt noch sehr piel su tun um die Baupischuldigen su treffen,die berechtigten Besorgnisse su serstreuen, und das Lana pon dem endgüliigen Aufqelen einer Poli tik der Duldsamkei t gegentiiber 30 bedenklichen írscheineingen su Uberseugen,