Bács-Kiskun megye múltjából 17. (Kecskemét, 2001)
RESÜMEES
seit dem 18. Jahrhundert bedeutende Aufmersamkeit. Anhand der verbindlich stätig geführten Register kann die Verwüstung von mehreren Jahrzehntel in Kecskemét sehr genau hervorgerufen werden. Vom Zeitraum zwischen 1769-1780 blieben vollständige Register auf. Sie geben nicht nur ins eine der kritischsten Gebiete der extensiven Viehhaltung einen Einblick, sondern durch ihre Analyse kann auch die eine Hauptursache der sowohl in Kecskemét als auch in den umliegenden Marktflecken auftretenden schweren Wirtschafts- und Gesellschaftskriese, die fast landesweite Verarmung, die bemerkenswerte Gesellschaftsumgestaltung der Marktflecken usw. ausgelegt werden. Die Veröffentlichung des Quellenmaterials dient nicht nur dem Ziel, zu verschiedenen Analysen innerhalb eines bestimmten Themenkreises gut vorbereitetes Material zu geben, sondern auch auf die je umfassendere Aufdeckung dieses Quellentypus und die Wichtigkeit seiner Anwendung aufmerksam zu machen. Die hier veröffentlichten Angabenreihen ermöglichen die Erschaffung eines noch exakteren Bildes einerseits über die Ganzheit der jahrhundertealten extensiven Tierhaltung an Homokhátság, andererseits darüber, mit wie großen Verlusten die Wirte der Marktflecken während dieser zweifellos billigen, in vieler Hinsicht aber primitiven Tierhaltung rechnen mußten. MÁRIA PÉTER GEB. FEHÉR Versuche der Stadt Kecskemét Komitatssitz zu werden am Ende des 19. Jahrhunderts und am Anfang des 20. Jahrhunderts Der Stadt Kecskemét löste sich noch vor der bürgerlichen Revolution von 1848 von der Grundherrenschaft ab und sucht um den Titel einer königlichen Freistadt nach. Diese Bestrebung von Kecskemét wurde vor der Revolution nicht verwirklicht, nach dem Niederwerfen des Freiheitskampfes war doch die Möglichkeit dazu rechtlich nicht gegeben. Auch nach dem Ausgleich machte die Stadt beträchtliche Anstrengungen um die gesetzmäßige Deklarierung der Unabhängigkeit, aber die Regelung des Rechtsstandes wurde nur mit der umfassenden Reform der Verwaltung verwirklicht. Im Sinne des Gesetzartikels 1870:XLII wurde Kecskemét zu Munizipium. Die politische Führung der Stadt sah die weitere Entwicklungsmöglichkeit darin, wenn Kecskemét zu Komitatssitz wird. Die Studie stellt den zu diesem Ziel geführten Kampf der Stadt seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bis zum Anfang der dreißiger Jahre dar. Am Ende des 19. Jahrhunderts hielt Kecskemét die Mitwirkung im Ausbau der Lokalbahnlinien für die geeigneteste Lösung den Rechtsstand eines Komitatssitzes zu erreichen, deshalb investierte die Stadt bedeutende Summen im Erbauen der Eisenbahnlinien zwischen Kecskemét und Tiszaug, Kecskemét und Fülöpszállás, bzw. Kecskemét und Lajosmizse. Durch Platzgebung von staatlichen Institutionen, Unterstützung des Handels und der Industrie, Aufstellung und Erhaltung der mehrstufigen Schulen, kulturellen Einrichtungen wollte die Stadt erreichen, auf dem Gebiet zwischen der Donau und der Theiß nicht nur Verwaltungs-, sondern auch Wirtschaftsund Kulturzentrum zu sein. Aber die Stadt hatte am Ende des 19. Jahrhunderts und am Anfang des 20. Jahrhunderts noch keinen umfassenden Plan dieses Ziel zu erreichen und die ungarische Gesetzgebung stand auf dem Standpunkt, daß das Werk ei-