Bács-Kiskun megye múltjából 16. (Kecskemét, 2000)

RESUMEES

Unterrichtswesens in der Stadt helfen können. Dank der veröffentlichten zusammen­fassenden statistischen Angaben werden die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Charakteristiken von Baja im 18. Jahrhundert noch klarer. Die Studie erörtert anschließend ausführlich den Vorgang, der sich durch das vom Minister József Eötvös geprägte Volksunterrichtsgesetz von 1868 angeregt, in der Stadt entfaltete. Insbesondere wird dargestellt, welche Maßnahmen durch die einzelnen Konfessionen und die Stadt selbst getroffen wurden, um die Verordnun­gen des Gesetzes einzuhalten und die überwiegende Mehrheit der schulpflichtigen Kinder wirklich mit Schulunterricht zu versorgen. Dies verlangte in den zur Stadt gehörenden Außenbezirken mit ihren verstreut liegenden Einzelgehöften besonders große Anstrengungen sowohl von den Schulerhaltern als auch von den Betroffenen, bzw. ihren Eltern. Die Studie behandelt nacheinander die materiellen Bedingungen (Größe und Möblierung der Klassenzimmer, Heizungsmöglichkeiten, Anschauung­smittel usw.) und die persönlichen Gegebenheiten (Anstellung von fachkundigen Lehrern), unter denen der Unterricht selbst stattfand und die gemeinsam das Niveau des Unterrichts entscheidend beeinflußten. Durch das häufige Zitieren von Doku­menten wird ein anschauliches Bild über die Arbeit in den einzelnen Schulen gegeben. MIHÁLY KŐHEGYI Die Bevölkerung von Katymár im ersten Drittel des 18. Jahrhunderts Die Bevölkerung der Bácska (Batschka) war in der Árpádenzeit und im Mittelalter rein ungarisch, wie die Leibeigenennamen in den Urkunden eindeutig beweisen. Nach dem Zerfall des Landes in drei Teile, begannen die Slawen von Süden her bald die verminderte Bevölkerung aufzufüllen. Aus den Vornamen eines türkischen Steuerbuches (defter) aus dem Jahre 1578 (Radovan, Vuk, Acsonko, Dragas, Milos, Vukoszlav, Dragaile, Dobricsa) geht hervor, daß mit großer Wahrscheinlichkeit griechisch-östliche Serben in die entvölkerten Dörfer einzogen. Während des fünfzehnjährigen Kriegs (1593-1606) siedelte Hauptmann Miklós Pálffy Einwohner aus diesem Gebiet in die Umgebung von Esztergom um. Das Gebiet von Nord-Bácska wurde während des 17. Jahrhunderts endgültig entvölkert. Zwar gibt es zwei Urkunden aus den Jahren 1641 und 1663, in denen die Dörfer Katymár, Legyen und Gara vom Palatin verschenkt wurden, aber es geschah nur aus der Ferne („longa manu") und nicht an Ort und Stelle, d. h. dadurch wurde nicht bewiesen, daß diese Siedlungen auch bewohnt waren. Wie bekannt, während der Befreiungskriege gegen die Türken, nach der Zu­rückeroberung von Buda (1686) erbat und bekam eine große Zahl von Bunjewatzen Zuwanderungsrecht von dem bayerischen Kurfürsten Maximilian, der sie dann in die Befestigungen (palánk) von Szabadka, Szeged und Baja ansiedelte. Sie schwärmten am Ende des 17. Jahrhunderts, bzw. ganz am Anfang des 18. Jahrhunderts von hier in die benachbarten Siedlungen (Csávoly, Gara, Bácsbokod, Hercegszántó, Bácsalmás, Katymár) aus. Während des Rákóczi-Freiheitskampfes wurden ihre Reihen dezimiert und sie erstarkten erst nach dem Frieden von Szatmár (1711) wieder. Die Spuren dieses Vorgangs sind anhand der Volkszählungen von

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