Urbs - Magyar várostörténeti évkönyv 7. (Budapest, 2012)

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Resümee 623 ELEONÓRA KOVÁCS „Dasselbe, nur anders” - aus der Krönungsstadt wird ein Bischofssitz. Veränderungen im Stadtbild von StuhlweiBenburg/Székesfehérvár im 18. Jahrhundert StuhlweiBenburg/Székesfehérvár gehörte von 1543 an - abgesehen von einem Jahr - zum von den Osmanen eroberten Gebiet Ungarns. Am 19. Mai 1688 wurde es von der osmanischen Besatzung befreit, es erhielt seinen Rang als freie Königsstadt aber noch 15 Jahre lang nicht zurück und geriet in dieser Zeit unter die Verwaltung der Kammer, die wiederum von der Hofkammer abhängig war. Nach mehrjährigen Versuchen bekam die Stadt mit der Privilegienurkunde des Jahres 1703 ihre alten Vorrechte wieder zurück, ihre Rolle und Bedeutung veränderte sich allerdings nach der Zeit der Osmanenherr- schaft. StuhlweiBenburg/Székesfehérvár, das sich von der Krönungsstadt in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu einem Bischofssitz wandelte und das aufgrund der Krie­ge und einer großen Feuersbrunst nur noch marginal an seine frühere Gestalt erinnerte, wurde im Laufe des Jahrhunderts um neue Gebäude bereichert. Ein beträchtlicher Teil der neuen, auch von der Stadt unterstützten Bautätigkeiten stand in Verbindung mit der Kirche und nur zu einem kleinen Teil in Verbindung mit einigen Aristokratenfamilien, die im Leben des Komitats eine Rolle spielten. Die mittelalterliche Stadt und die Be­festigungen, die zerstört und verfallen waren, verschwanden. Ihre Überreste wurden in die innerstädtischen Häuser eingebaut. Als Ergebnis der Neuerrichtungen entstanden, auch wenn das Wesen der innerstädtischen Raumstruktur unverändert blieb, Gebäude mit anderen Bestimmungen, die die neue Funktion der Stadt widerspiegelten. Während mit der mittelalterlichen Stadt in erster Linie Ereignisse verbunden waren, die sich an die Person des Herrschers knüpften, so wurde das WeiBenburg/Fehérvár des 18. Jahr­hunderts zu einem Schauplatz der kirchlichen Repräsentation und dann der - schritt­weise an Bedeutung gewinnenden - Ereignisse und Veranstaltungen des Komitats. Die Studie versucht nachzuvollziehen, inwiefern die Veränderungen im Stadtbild von Wei­Benburg/Fehérvár nach den Osmanen die Veränderung des Aufgabenkreises der Stadt widerspiegeln, wobei gleichzeitig auch auf den gesellschaftlichen Hintergrund verwie­sen wird, da sich die einstmalige königliche Krönungsstadt nämlich in dieser Epoche zu StuhlweiBenburg/Székesfehérvár wandelt.

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