Budapest und Wien. Technischer Fortschritt und urbaner Aufschwung im 19. Jahrhundert - Veröffentlichungen des Wiener Stadt- und Landesarchivs 9. - Beiträge zur Stadtgeschichte 7. (Budapest - Wien, 2003)
Eva Offenthaler: Die Elektrizitätsversorgung
183 die alte Firma Kremenezky, Mayer & Co übernommen. 1898 folgte die Gründung der „Österreichischen Union Elektrizitäts Gesellschaft“ durch drei Berliner Konzerne unter Beteiligung des Wiener Industriellen Hugo von Noot und der Wiener Unionbank. Innerhalb kurzer Zeit erlangten die Wiener Firmen aller Zweige der Elektroindustrie große Bedeutung, wie etwa Glühlampenproduzenten, Kabelhersteller, Akkumulatoren- und Telefonerzeuger sowie die „Vereinigte Elektricitäts-Actiengesellschaft vorm. B. Egger & Co.“, die Starkstromanlagen und Dynamos herstellte. 1902 gab es in Wien bereits 162 elektrotechnische Betriebe. Im Jahr darauf entstanden infolge der Fusionierung der deutschen Muttergesellschaften die „Österreichischen Siemens Schuckeit Werke“, und auch die Übernahme der deutschen „Union Elektrizitäts Gesellschaft“ durch die AEG hatte Folgen für Österreich: Unter Kapitalbeteiligung der Boden-Creditanstalt wurde die „AEG Union Elektrizitäts Gesellschaft“ gebildet. 1910 entstanden die Österreichischen Brown Boveri Werke, womit der Gründungsboom in der Elektroindustrie einen Abschluss fand. Literatur: Günther CHALOUPEK - Peter EIGNER - Michael WAGNER, Wien. Wirtschaftsgeschichte 1740-1938. Teil 1: Industrie, Teil 2: Dienstleistungen, Wien 1991. Peter CSENDES - Ferdinand OPLL (Hg.), Die Stadt Wien (Österreichisches Städtebuch, Bd. 7, Wien 1999). Die Entwicklung der Stadt Wien in den Jahren 1848 bis 1888. I. Anhang zum officiellen Ausstellungs-Katalog, Wien 1888. Lichtjahre. 100 Jahre Strom in Österreich, Wien 1986 (Ausstellungskatalog). Maren SELIGER - Karl UCAKAR, Wien. Politische Geschichte 1740-1934. Teil 2: 1896-1934, Wien-München 1985. Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts. Ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung. Hg. vom Österreichischen Ingenieur- und Architekten- Verein, redigiert von Paul KORTZ, Bd. 1, Wien 1905.