Molnár Antal: Egy raguzai kereskedőtársaság a hódolt Budán - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 2. (Budapest, 2009)

A Bona–Bucchia Társaság története - A társaság budai működése és felszámolása

91 Es ist offensichtlich, dass eine gründliche, die gesamte Adelsgesellschaft von Ra- gusa zu jener Zeit umfassende genealogische und prosopographische Forschung noch weitere Verwandtschaftsbeziehungen ausmachen könnte, für eine erste Annäherung sind aber auch die obigen Angaben bereits sehr aussagekräftig. Wenn wir nämlich die Namensliste der Gläubiger der Gesellschaft von Bona und Bucchia durchsehen, dann fällt uns sofort folgender Sachverhalt auf: Diejenigen Personen, die mit den größten Summen in Erscheinung treten, waren gerade die oben aufgeführten Verwandten. Gi­rolamo Caboga ist nicht nur der Erste in der Reihe, sondern er rettete auch seinen Schwiegersohn mit einem auf den Namen von Bucchia ausgestellten 6.000-Dukaten-Wechsel vor dem Bankrott. Auf Platz 2 und Platz 4 stehen die Schwä­ger von Bona, sein drittgrößter Gläubiger war der Bruder seines Schwiegervaters, Se- rafino Caboga. Für ein Verwandtschaftsverhältnis von Bona mit Giunio di Michele Bona, der auf Platz 6 steht, fand ich keine Informationen. Luciano Caboga, der mit der siebtgrößten Summe in Erscheinung tritt, ist hingegen der oben erwähnte Neffe. Er half Scipione Bona im Jahre 1591 mit einem zinslosen Kredit aus den Kalamitäten. Ni- colö di Aloisio Gozze, der ebenfalls eine bedeutendere Summe kreditierte, und Gio­vanni di Lorenzo Sorgo heirateten ebenfalls Schwestern aus dem Geschlecht Bonas, d.h. sie waren verschwägert und möglicherweise entferntere Verwandte von Scipio­ne.86 Die familiären Beziehungen zu den übrigen Gläubigern kenne ich nicht, aufgrund der Endogamie der Patrizier von Ragusa ist es aber offensichtlich, dass er mit mehre­ren durch nähere oder entferntere Verwandtschaftsbande verbunden war. Was auf alle Fälle beachtenswert ist, ist die Tatsache, dass sich unter den 23 Gläubigern mehrere der bedeutendsten Fernhändler und Balkaninvestoren der untersuchten Jahrzehnte be­fanden. Auf der Namensliste von Tenenti sind auf Platz 2 und 3 Nicolö Gozze und Agostino Pozza vertreten, die beide engere Geschäftspartner von Bona waren. Unter den sechzig größten Geschäftsleuten finden wir noch Trioano Cerva, Orsato Gondola und Giovanni Resti. Zur Großunternehmerelite auf dem Balkan gehörten außer den er­wähnten Personen noch Giunio Bona, Stefano Gradi und Giovanni Resti.87 Wenn wir nur die bedeutendsten Belgrader Investoren aus den betreffenden zwei Jahrzehnten untersuchen, dann sind die Namen von sieben Personen zu erwähnen: Stefano und Ma­rino Zamagna, Nicolö Gozze, Stefano Gradi, Giovanni Sorgo, Agostino Pozza sowie Giovanni Resti.88 Das System der wechselseitigen Beziehungen im Versicherungsgeschäft vertief­te die geschäftliche Verflechtung natürlich noch weiter. Wenn wir die Liste der ange­sehenen Namen der Versicherer, die die Lieferungen von Bona Unterzeichneten, betrachten, dann stoßen wir ziemlich oft auf Gläubiger, die auch am Seehandel betei­ligt waren. Mehrere von diesen unterschrieben nahezu jede Versicherung. Ebenso ver­86 DAD Pacta Matrimonialia Vol. 9, Fol. 190r, 239r. 87 Tenenti, A./Tenenti, B.: [wie Anm. 17.], S. 230, S. 232, S. 234; Zlatar: Udio [wie Anm. 52.], S. 145-157. 88 TadiÖ/Popoviö: DubrovaCka arhivska grada [wie Anm. 13.], Bd. 2, S. 307-363.

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