Molnár Antal: Egy raguzai kereskedőtársaság a hódolt Budán - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 2. (Budapest, 2009)

A Bona–Bucchia Társaság története - A társaság budai működése és felszámolása

101 Auf alle Fälle warnte er Bona davor, nach Ofen zu kommen, weil er wegen der Gläubiger in ernsthafte Gefahr geraten würde. Auch er selbst wollte nicht in das Wespennest greifen, das ihm bislang nur Verluste eingebracht hatte, und bat daher um Entbindung von seiner Aufgabe.126 So leicht konnte er aber von Ofen nicht fortkommen: Bis Ende August unterrich­tete er seinen Auftraggeber noch in mehreren Briefen über den Stand der Dinge. Aus diesen Briefen, besser gesagt aus diesen Brieffragmenten kennen wir die ersten Schrit­te des Nachlassverfahrens. Sorgo empfahl von Anfang an, im Interesse der Liquidie­rung der Gesellschaft einen offiziellen, mit weitreichenden Kompetenzen ausgestatteten Geschäftsführer nach Ofen zu entsenden und begann mit Unterstützung der Diener, die finanziellen Angelegenheiten in Ordnung zu bringen. Einer der Diener, Mihoc Nikolic, unterrichtete Sorgo genau über die Schulden von Bucchia, wodurch die Situation ein wenig hoffnungsvoller schien: Die tatsächlichen Schulden erwiesen sich niedriger als zuvor vermutet und auch die Gläubiger nahmen eine Warteposition ein. Sorgo ergriff Maßnahmen, um die Gelder von Bucchia, die beim Provinzfiskus „steckengeblieben” waren, wiederzubeschaffen und die Diener begannen, die Außen­stände einzutreiben. Die ersten Verbindlichkeiten trieben sie Ende Juli 1591 in Szol­nok, Ofen und in der Batschka ein. Es gelang Sorgo auch, ein Fass Wein zu Geld zu machen, womit er das Hacken der Weinberge bezahlen konnte. Die Erfolge wurden dadurch getrübt, dass zwei seiner Männer, Mihoc und Josef, im August bei Szekszárd in die Gefangenschaft von Soldaten der ungarischen Grenzfestungen gerieten und nach Palota geschafft wurden. Sorgo begab sich mit zwei Richtern aus Keve nach Wei­ßenburg (Stuhlweißenburg, Székesfehérvár), um über ihre Freilassung zu verhandeln. Die Freilassung der zwei Diener kostete schließlich 300 Taler. Unter ihren Gläubigern musste er lediglich einem ihrer Nachbarn, einem Scheich, die ihm zustehenden 217 Taler bezahlen. Noch im Frühjahr hatte Bucchia Sorgo um sein gesamtes Geld ge­beten und ihm für seine Kosten lediglich 80 Taler gelassen. Dementsprechend konnte er nur mit den im Geschäft verbliebenen Waren wirtschaften und eignete sich so prak­tisch die 320 Ellen Florentiner Atlas an, die sein Bruder Orsato nach Ofen geschickt hatte. Aus deren Erlös von 640 Talern zahlte er den Scheich aus und bezahlte sonstige Kosten. Schließlich warf er auch die Frage seiner eigenen Provision auf.127 Währenddessen überstürzten sich die Ereignisse auch in Ragusa. Eine Woche nach dem Tode von Bucchia wurde sein Testament auf dem Notariat in Ragusa regi­striert. Anschließend bestimmte der Kleine Rat acht Erbschaftsverwalter, darunter Bona, den jüngeren Bruder von Bucchia sowie mehrere ihrer Gläubiger und Ge­schäftspartner.128 Die Verwalter wurden dazu ermächtigt, Generalbevollmächtigte zur Nachlassabwicklung zu entsenden.129 Der Kleine Rat verpflichtete Orsato Sorgo unter 126 Dok. III. 10/3. 127 Dok. III. 10/4-9. 128 Dok. III. 12. 129 Dok. III. 13.

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