A budai mészárosok középkori céhkönyve és kiváltságlevelei - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 1. (Budapest, 2008)

AUFSÄTZE

Schreiber erhielt damals von den Meistern 205 Forint, wofür er sein Haus und die Fleischerei seines Vaters verpfändete. 38 Viel einfacher haben wir es im Falle des Fleischers Mert (Márton) Császár, der laut den Zehntregistern neben dem Bad des Heiligen Johannes wohnte. 39 Sein ung­arisch verzeichneter Name (Császár Márton) ist eine Spiegelübersetzung des deut­schen Namens Mert Kaiser. Der Name des Bades des Heiligen Johannes tritt alleine an dieser Stelle in unseren Quellen hervor. Bedenkt man, dass das Franziskanerkloster im Burgviertel dem Evangelisten Johannes geweiht war, so kann vielleicht auch der Name des Bades mit dem Kloster in Verbindung gebracht werden. Den Namen trugen nämlich auch die Straße vor dem Kloster (Gasse des Heiligen Johannes, heute Theaterstraße) und eines der Stadttore (Tor des Heiligen Johannes, heute Wassertor). Möglicherweise ist das Bad in einem Bereich am Donauufer unterhalb des Franziska­nerklosters zu suchen. Mert (Márton) Kaiser zahlte zwischen 1502 und 1529 Abgaben für seine Fleischerei an die Zunft. Im Zehntregister, das um 1510 erstellt wurde, ist Peter (Péter) Csekes neben Flei­scher Vid in der Langen Gasse verzeichnet, im Stadtteil Heiliger Petrus. 60 Der Name von Fleischer Vid taucht übrigens nicht in den Zehntverzeichnissen auf, was auch nicht ver­wunderlich ist, denn er lebte - wie wir aus unseren Quellen entnehmen können - zu die­sem Zeitpunkt bereits nicht mehr. Im Rechnungsbuch der Zunft erscheint sein Name nur im Jahre 1500. Hier ist er auf dem dritten Platz der Fleischerliste erwähnt und seinem Namen das Wort „herr", dass nur den vereidigten Bürgern zustand, vorangestellt. 61 Im Jahre 1513 verpfändete Kaspar (Gáspár) Cikó von Bást sein Haus in der Fleischergasse für 36 Forint an den Ofener Probst Blasius (Balázs) von Paksch (Paks). Seine Nachbarn waren damals der Fleischer Vid und Lukas (Lukács) Szálai. 62 Der Fleischer Vid tauchte damals bereits seit etwa zehn Jahren nicht mehr im Namensverzeichnis der Zunft auf, sein Haus wurde allerdings aufgelistet. 1515 kaufte Wolfgang (Farkas) Nussbaum für 250 Forint ein Haus von den Meistern, das zuvor Meister Veit gehörte. Den Kaufpreis musste Nussbaum in Raten zu 25 Forint jedes Jahr am Faschingstag bezahlen. 6 Gemäß den jährlichen Eintragungen im Rechnungsbuch kam er seinen Zahlungsverpflichtung­en bis einschließlich 1524 regelmäßig nach. 64 58 1505 (Zunftbuch, fol. 3 Or). 59 „Martinus Chazzar mezarus" (SZAXÁLY/SzŰCS, Budai bortizedjegyzékek [wie Anm. 25], 1/355); „Martinus Casar penes balneum Sancti Johannis"' (ebenda, 1 1/3 13). 60 „Petrus Chekes ad Sanctum P[etrum] in Huziw wcha penes Wid mezarus"' (ebenda. 11/511). 61 „Item herr Veyt" (Zunftbuch, fol. 15r). 62 20. IV. 1513: „...totales(!) domus seu fundi curie eiusdem Gasparis Czyko in suburbio Budensi, in vico Mezaroswcza vocato, in vicinitatibus domorum circumspectorum a septemtrionali Viti Mezaros, a meridionali vero plagis Luce Zalay habite et adiacentis..."' (Ungarisches Staatsarchiv (MOL), Mittelalterliche Urkundensammlung (DL), 106083, S. 189). 63 1515 (Zunftbuch, fol. 85r). 64 18. III. 1515 (Zunftbuch. fol. 85r): 5. II. 1516 (ebenda, fol. 89r); 24. II. 1517 (ebenda, fol. 95r); 16. II. 1518 (ebenda, fol. IQOv); 8. III. 1519 (ebenda, fol. 105r); 21. II. 1520 (ebenda, fol. 109v); 12.11. 1521 (ebenda, fol. 112r); 14. III. 1522 (ebenda, fol. 117v): 17. II. 1523 (ebenda, fol. 121 v); 9. II. 1524 (ebenda, fol. 125r).

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