A budai mészárosok középkori céhkönyve és kiváltságlevelei - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 1. (Budapest, 2008)
AUFSÄTZE
raff verwerfen, dann taucht der Name Reichel als Möglichkeit auf. Es ist nämlich gewiss, dass im Register des Weinzehnts ein deutscher Fleischer namens Hertaff eine Rolle spielt. Seine deutsche Herkunft ergibt sich einerseits aus seinem deutschen Familiennamen, andererseits aus seinem Wohnort, der Fleischergasse. Reichel konnte beispielsweise die Witwe von Hertaff geheiratet haben und wäre so durch die Übernahme der Fleischerei zu diesem Namen gekommen. Es ist aber auch vorstellbar, dass sich einfach sein Familienname änderte, denn zu dieser Zeit waren diese Namen noch keineswegs fix. Laut den Zehntregistern war Hertaff einer der größten Weinbergbesitzer unter den Fleischern. Der Name Reichel ist also keineswegs aus der Luft gegriffen. Wir können also auch die Identifizierung von Reichel als Möglichkeit aufwerfen, allerdings wäre diese erst durch neue Fakten zu beweisen. In den Zehntregistern taucht der Fleischer Wolfgang (Farkas) Nagy auch als Fischverkäufer auf. 44 Im Rechnungsbuch könnten Wolfgang (Farkas) Tibolt oder Wolfgang (Farkas) Samperei seiner Person entsprechen. Ersterer betätigte sich von 1500 bis 1510 (seine Witwe bis 1528) selbständig, Letzterer zwischen 1500 und 1514 (seine Witwe auch 1515). Der Fleischer Hans (János) Bodó erscheint auch im Rechnungsbuch mit einem auf ungarische Weise geschriebenen Namen („Bodó János "). Ihn treffen wir aber nur im Zehntverzeichnis, das um 1510 erstellt wurde. 45 Im Rechnungsbuch taucht sein Name erstmals 1506 auf und wir können ihn bis 1526 finden. 1519 war er unter den fünf Meistern, die am Ofener Kapiteldie früheren Privilegienurkunden der Zunft transkribieren ließen. 46 1 521 zeigt die Tatsache, dass im Rechnungsbuch das Wort „herr" vor seinen Namen gestellt war, dass er damals bereits Schöffe der Stadt war. 7 Auch auf einer vollständigen Liste des Stadtrates, die uns aus dem Jahre 1523 überliefert ist, können wir seinen Namen finden. 48 Der Name von Wolfgang (Farkas) Innep tritt im Zehntregister, das um 1510 erstellt wurde, auf. Bei diesem Namen handelt es sich um eines Spiegelübersetzung des Namens des Fleischers Wolfgang (Farkas) Feiertag, der im Rechnungsbuch zu finden ist. 49 Er zahlte von 1504 bis 1515 Abgaben an die Zunft für seine Fleischerei, die von seiner Witwe noch bis 1519 weitergeführt wurde. 1509 bekam Wolfgang (Farkas) Feiertag 25 Forint von den Meistern, wofür er ein Haus und einen Weinberg verpfänden musste. 30 1510 und 1511 ist neben seinem Namen eine Schuld von 35 Forint verzeichnet. Im folgenden Jahr finden wir seinen Namen nicht mehr unter den 44 „Farkas magnus mezarus" (ebenda, 1/254); „Farkas magnus halwago" (ebenda, 1/398); „Farkas Nagh in platea Mezarus" (ebenda. 11/398). 45 „Johannes mezaros Bodo in platea Mezarus" (ebenda, 1 1/4). 46 2. VI. 1519 (Hauptstädtisches Archiv Budapest (BFL), XV. Nr. 11. (Ungarisches Staatsarchiv (MOL), Photosammlung der mittelalterlichen Urkunden (DF). DF 286058). Zur Quellenpublikation siehe Quellen II, Nr. 18). 47 12. II. 1521 (Zunftbuch. fol. 1 l()v). 48 22. VI. 1 523 (Ungarisches Staatsarchiv (MOL), Mittelalterliche Urkundensammlung (DL), 90430). 49 „Farkas Innep in platea Mezarus" (SZAKÁLY/SZÜCS, Budai bortizedjegyzékek [wie Anm. 25], 11/25). 50 1509 (Zunftbuch. fol. 42:!.