A budai mészárosok középkori céhkönyve és kiváltságlevelei - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 1. (Budapest, 2008)
AUFSÄTZE
kor, Hans (János) Bodó, Peter (Péter) Farkas, Franz (Ferenc) Guba, Stephan (István) Kovács, Hans (János) Nemesember und Hans (János) Vágó. Aufgrund anderer Angaben war nur Cserbokor mit Sicherheit Ungar. Bodo und Kovács waren Deutsche, ebenso wie aller Wahrscheinlichkeit nach Nemesember, was allerdings nicht genau zu entscheiden ist. Von ihnen war bereits oben die Rede. Im Falle von Antal und Guba haben wir keinerlei Anhaltspunkt, ihre Vornamen werden auf deutsche Weise geschrieben. Bei Peter (Péter) Farkas und Hans (János) Vágó verhält es sich anders. Der Vorname von Farkas wurde in der Regel vor den Familiennamen geschrieben, mehrmals war es aber auch umgekehrt. Ich betrachte ihn daher als Ungarn. Vágó war sicherlich Ungar, denn sein Name wurde regelmäßig als „Vago Janus" geschrieben. Ein ungarischer Vorname taucht meines Wissens manchmal bei dem deutschstämmigen Andreas (András) Aldat auf. Bei diesem finden wir aber auch, dass der Vorname hinter den Nachnamen gestellt wird (Aldat Andreas). Wie ich bereits oben erwähnt habe, wurde er vielleicht mittels Heirat magyarisiert, obwohl er aus der ältesten Familie der deutschen Zunft stammte. Blasius (Balázs) Apfel (Ophel) taucht 1520 auch als „Walasch Sybnbürger" auf. Obwohl sein Vorname - nach deutscher Art - vorangestellt ist, habe ich oben nicht ausgeschlossen, dass es sich bei ihm ursprünglich um einen Ungarn aus Siebenbürgen handelt, der vielleicht Blasius Almás [ungarisch also: Almás Balázs] hieß. Die Umstellung von Vor- und Familiennamen könnte entscheidend erscheinen, da aber Hans (János) Nüssel, der sicher Deutscher und auch Zunftmeister war, einmal auch als „Nüssel Hans" in Erscheinung tritt, halte ich die Reihenfolge von Vor- und Familiennamen dennoch nicht für einen entscheidenden Beweis. Als Ergebnis kann festgehalten werden: Wir haben es in der Tat mit einer deutschen Zunft zu tun, in die allerdings - maximal - auch ein halbes Dutzend Ungarn Aufnahme gefunden hatte. Auch in der Stadt Ödenburg (Sopron), die mehrheitlich von Deutschen bewohnt wurde, gab es einen ungarischen Fleischer, der einen deutschen Namen trug. Über ihn wurde aber geschrieben, dass der Ungarn sei. 175 Die Zahl der Fleischereien schwankte. Bereits dem Historiker Jenő Szücs fiel auf, dass sich ihre Zahl im Vergleich zum Beginn des 16. Jahrhunderts verringerte. Hierfür liefert er allerdings keine hinreichende Erklärung, so dass wir uns mit dieser Frage noch beschäftigen müssen. 176 Unsere Berechnungen stimmen zwar nicht ganz überein, es ist aber gewiss, dass die Zahl der funktionierenden Fleischereien - einschließlich der beiden Zunftfleischereien - maximal 42 betrug (1502, 1508-1510). Nach dem ersten Türkeneinfall 1528/1529 sank sie mit 31 auf den niedrigsten Stand. Im Jahre 1519 sowie von 1524 bis 1526 wissen wir von 35 Fleischereien. Wenn wir daran denken, dass es auf dem Samstagsmarkt auch ungarische Fleischer gab, die der deutschen Zunft nicht angehörten, dann ist das gar nicht wenig. Zum Vergleich seien einige Beispiele angeführt. Laut einer Urkunde von König Ferdinand vom 31. Januar 1528 175 MOLLAY, Családtörténet, [wie Anm. 142], S. 316. 176 Szűcs, Városok és kézművesség [wie Anm. 2], S. 130—131