A budai mészárosok középkori céhkönyve és kiváltságlevelei - Források Budapest közép- és kora újkori történetéhez 1. (Budapest, 2008)
AUFSÄTZE
Reichel war übrigens der einzige, der von 1500 bis 1529 ständig Mitglied der Führung war. Außerdem traf sich die Führung auch in den Häusern von Jörig (György) Eischiel, Thomas (Tamás) Schaur, Wolfgang (Farkas) Schreiber und Hans (János) Schus Sie alle gehörten zum Kreis der engeren Führungsmitglieder. Aus zwei Angaben des Jahres 1503 kann auch weiteres geschlossen werden. Zu Fasching (28. Februar) gaben die Meister Niclas (Miklós) Reichel acht Forint, am Schwarzen Sonntag zehn Forint für einen „vnteren". Uniarn war ein Mahl, das einer Brotzeit entsprach. Sie waren wohl viele und es handelte sich offenbar um ein Hauptmahl, denn die Summe war beträchtlich. Obwohl ich - möglicherweise aus eigenem Verschulden - nicht mehr derartige Angaben gefunden habe, lässt sich daraus folgern, dass aus Anlass der Sitzungen ein gemeinsames Mahl abgehalten wurde und dieses die Zunft bezahlte. Zu Fasching und am Schwarzen Sonntag traf man sich regelmäßig. 168 Es gibt eine Ausnahme: Am 3. Dezember 1523 versammelte man sich bei Meister Lienharth (Lénárt) Schuster und rechnete mit ihm ab. Hiernach schuldete er eine Hauspacht in Flöhe von 160 Forint, wovon er 25 Forint zahlte sowie - die im Text genannten - Silbergegenstände übergab. 169 Auf das Vermögen der Fleischer, sowohl auf das der Führung als auch auf das der Mehrheit, sowie auf ihre jeweilige Position innerhalb der Stadt lässt sich in gewisser Weise aus dem Verzeichnis des Weinzehnten schließen. Es bereitet Schwierigkeiten, dass wir eigentlich nur über Angaben zu den Ofener Weinbergen verfugen, denn die Ofener kultivierten Wein auch an den Weinbergen von Sasad des Domkapitels von Gran (Esztergom) sowie an den Weinbergen von Krenfeld (Kelenföld) des Klosters von Peterwardein (Pétervárad). 170 Offenbar hatten sie auch Weinberge bei Ofen-Felhévíz und Alt-Ofen (Óbuda). Möglicherweise verfügte dort jemand sogar über einen größeren Weinbergbesitz. Da 1505 besonders viele Trauben geemtet wurden, berücksichtigen wir nur das Zehntregister aus diesem Jahr, das Register aus der Zeit um 1510 hingegen nicht. Weinberge waren übrigens eine „mobile" Immobilie, sie wechselten nämlich häufig den Besitzer. Nach dem Zunftbuch nahmen die Meister oft Kredit auf, um damit Weinberge zu kaufen, oder verpfändeten diese zur Deckung ihrer Schulden. Wir haben bereits gesehen, dass es sehr schwer ist, die Namen des Zehntverzeichnisses mit denjenigen im Zunftbuch in Verbindung zu bringen. 171 1505 ernteten folgende Meister die unten aufgeführten Mengen in Ofener Butten. Beginnend mit der Person, die das meiste erntete, gehen wir abwärts: Hans (János) Torma (Kren) 575, Mert (Márton) Swz (Schus) 505, Niclas (Miklós) Hertauf 463, Hans (János) Erdélyi (Siebenbürger, Nemesember) 412,5, Wolfgang (Farkas) Sánta (wahrscheinlich Schreiber) 368, Thomas (Tamás) Savor 168 Zunftbuch, fol. 22v. und 23r. Zum „Untanv' siehe KUBINYI, A középkori anyagi kultúra [wie Anm. 86], S. 65, Anm. 54. 169 Zunftbuch, fol. 124r. 170 Vgl. KUBINYI, ANDRÁS: A mezőgazdaság történetéhez a Mohács előtti Budán (Gallinczer Lénárt számadáskönyve 1525-ből.) [Zur Geschichte der Landwirtschaft in Ofen in der Zeit vor Mohács (Lienharth Gallinczers Rechnungsbuch)] In: Agrártörténeti Szemle, 6 (1964), S. 380-381. 171 Siehe oben, Anm. 115-125.