Sarusi Kiss Béla: A természet által megerősített vár: Murány végvár és uradalma a 16. század második felében - Disszertációk Budapest Főváros Levéltárából 1. (Budapest, 2008)

Zusammenfassung

gierung 30 bis 40 Prozent weniger für den Soldatensold ausgeben musste, als in den zentralen Reglements vorgeschrieben war. Die Soldaten, die im Schloss Dienst leisteten, mussten sich demgegenüber selbst um ihre Lebensmittel kümmern. Unter den Festungen des ungarischen Grenzburgensystems war Murány die er­ste, in der Kanonen gegossen wurden. Insgesamt wurden einige Dutzend Geschütze gefertigt. Wallbüchsen wurden hingegen in größerer Menge hergestellt, ihre genaue Zahl kann aber nicht einmal geschätzt werden. Die Einrichtung einer Kanonengießerei und eines Waffenmagazins war durch die günstige Lage der Burg und die vorteilhaften natürlichen Bedingungen begründet. Die schlechte Qualität des Murányer Eisens bereitete keine Probleme, denn großkalibrige Kanonen wur­den damals nicht aus Eisen, sondern aus Bronze gefertigt. Aus dem Eisen, das als Eisensteuer aus der Herrschaft stammte, wurden kleinkalibrige Geschütze bzw. Wallbüchsen hergestellt. Die Burg verfügte über Wirtschaftsgebäude und über Gebäude mit strategi­schen Aufgaben. Vom Gesichtspunkt der Verteidigung waren die Mühle, der Auf­zug, die Brauerei und der Brunnen wichtig. Mit dem Aufzug wurde nicht nur Kriegsmaterial befördert, sondern auch das notwendige Brennholz, Holz, Leben­smittel und Baumaterialien transportiert. Im Januar 1558 wurde auf dem Gebiet der Burg die Mühle fertig gestellt, später errichtete man dann einen Getreidespeicher aus Stein, ein Waffenmagazin und ein für die Lagerung von Schießpulver geeigne­tes Gebäude. Bis 1559 konnte die Wasserversorgung nur durch Regenwasser sichergestellt werden, danach stand auch ein 76 Meter tiefer Brunnen zur Verfügung. Die zwei wichtigsten Beamten der Festung, der Präfekt und der Leut­nant, wohnten im so genannten Zigeunerturm, die Soldaten waren in Holzhütten im inneren Teil der Burg bzw. in - zu anderen Zwecken errichteten - Wirtschafts­gebäuden untergebracht. Die Kriegsausriistungen sowie die Werkzeuge wurden an verschiedenen Orten gelagert, so beispielsweise in der Kanonengießerei, in einem Raum unter dem Pul­verturm, an einem Stelle neben dem Arsenal, im neuen Zimmer unter dem Tor, im Judenturm, im Zigeunerturm, an den Wohnstätten (habitatione) des Trompeters, des Burghauptmanns, des Bäckers, des Geschützmeisters und des Schlossers. Zu finden waren sie auch beim Brunnen, in der Pulverkammer neben dem neuen Zim­mer, im Raum über dem Kerker (career) und im Raum unter der Speisekammer, im so genannten Pumplwammes-Turm, im Saal neben Pulverturm und neuem Zim­mer sowie in der Schmiedewerkstatt. Im 1584 erstellten Inventar erscheinen erst-

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