Aggházy Kamil: Budavár bevétele 1849-ben II. - Budapest Történetének Forrásai (Budapest, 2001)
Okmánytár
Infanterie in die Bresche hinab gelassen und den Schutt wegzuräumen, welches Unternehmen auch ohne Unfall vollkommen gelang. Am 19. Mai Wahrscheinlich bemerkte der Feind das in der vergangenen Nacht ausgeführte Unternehmen gleich mit Anbruch des Tages indem er von diesen Augenblick an mit allem seinen Geschütz zu feuern begann und dieses ununterbrochen Tag und Nacht bis 20. Mai Abends 10 Uhr fortsetzte; es fielen in jeder Viertelstunde von fendlicher Seite allein 35-40 Schüsse. Die Besatzung erwiderte das Feier kräftige, ohne jedoch der Brechbatterie recht beikommen zu können, welche dagegen auf die Bresche selbst, dann auf die Rondelle Nr. 1. und Batterie Nr. 1 sehr zerstörend wirkte, in deren Nähe durch die Fehlschüsse die Häuser sehr viel litten. Da die Bresche nach und nach ersteigbar wurde, so wurden die bei dem Sándorschen Palais aufgestellten Mörser (3, 30 und 3-60 Pfünder) umgewendet und gegen diese Batterie gerichtet. Die Würfe waren Anfangs ohne Erfolg da die Bombe über die neue im Bau begriffene Reitschule geworfen werden mussten, und die Vormeister ihren Würfen nicht nachsehen konnten. Bald aber wurde die Elevation und Richtung so gut gewählt, dass um 2 Uhr Nachmittag eine Bombe in die Breschbatterie fiel und von der Promenade deutlich wahrgenommen wurde sie bei ihrem zerspringen Räder und Lafettentrümmer in die Luft geschleudert wurden; auch verstummten durch wenigstens Vi Stunde alle Geschütze bis auf 2 welche allein ihr Feuer ununterbrochen fortsetzten; später feuerte diese Batterie wieder aus 4, endlich aus 5 Geschützen; nun fingen aber die auf dem Blocksberg befindlichen Mörser Kanonen und Haubitzen auf die Sándor Bastion zu feuern an, so dass durch die dort fallenden Bomben und Granaten mehr aber noch durch die Ziegelsplitter des Sándorschen und Zeughauses man sich genöthigt sah das Feuer dort einzustellen. Von der guten Wirkung der Mörser hinreichend überzeugt wurde nun das schon am verflossenen Tage beschlossene Lagen der Bettungen für 2 30 pfundige Mörser zwischen der neuen Reitschule und dem Landes Bau Direktions-Gebäude thätigst betrieben; der gewählte Ort entsprach allerdings seinem Zwecke mehr in dem er den Vormeistern das Nachsehen ihrer Würfe gestattete, both aber nur für 2 Geschütze Raum, diese eröffneten ihr Feuer am 20. gegen Mittag. 376