Aggházy Kamil: Budavár bevétele 1849-ben II. - Budapest Történetének Forrásai (Budapest, 2001)

Okmánytár

Brave fühlte sein Auge feucht. Gleich bei dem Erscheinen der Truppe vor der Barriere fing der honvéd Tambour Vergatterung zu schlagen an, da aber die Honvéds selbst durch den in der vergangenen Nacht unternommenen Ausfal allarmiert worden waren und sich nun wahrscheinlich der Ruhe ganz hingaben, drangen die k. k. Truppen bis gegen das Verpflegs Magazins Gebäude vor wo sie erst auf Widerstand stiessen und sich ein ziemlich lebhaftes Feuer entspann welches bei 15-20 Minuten währte, nach dieser Zeit war der Zweck des Ausfalles erreicht und die Truppe zog sich durch die Post-Schlangen- und Wasserthor-Gasse durch das Wasserthor in die Festung zurück. Der Verlust bestand in 2 Toden, 6 Verwundeten und 1 Verwundeten Pferd, welche jedoch (ausser den Toden) in die Feste zurück gebracht wurden. Das Feuer wurde von beiden Seiten massig fortgesetzt und hörte Nachmittags beinahe ganz auf, nur Abends wurde es durch eine Stunde lebhaft erneuert. Von der Feste sah man deutlich Dampfschiffe mit Schleppe von Oben kommend bei Altofen landen, was allerdings den Belagerten ein böses Zeichen war in dem man da durch die Uiberzeugung erhilt dass die Donaulinie noch im Besitz der Ungarn sei, nun blieb nur noch die Hoffnung auf die Südarmee. Die nun fertige Brücke bei der Csepel-Insel gestattete auch einen leichteren Munitionstransport was in der Feste bald empfunden ward; daher liess der Herr Festungs Commandant 4 Steinschiffe und 5 Brander adjustiren an deren Herstellung Tag und Nacht gearbeitet wurde, ebenso wurde auch an den übrigen im Bau begriffenen Arbeiten fortgefahren. Am 12. Mai Das feindliche Geschützfeuer dauerte mit kleinen Intervallen fort und wurde massig erwidert. Das Infanteriefeuer schwieg beinahe ganz. So wenig Wirkung im Grunde genommen das feindliche Geschützfeuer hervorbrachte, in dem nur sehr wenige Leute bisher davon getötet und verwundet worden waren, so bedrohend war dagegen die der Cholera welche immer stärker auftrat und viele Brave wegraffte; Es wurden daher der Mannschaft vermöge Festungs Commando Befehl vom 10. d. M. Lammfelle zu Leibbinden erfolgt. In der Nacht versuchte der Feind einen Angriff auf beide Retranchements, wurde aber obwohl voreilig auf ihn gefeuert wurde mit ziemlich grossen Verlust zurück geschlagen und da man die Wasserstadt wieder tüchtig bombardierte gezwungen diese zu verlassen, 8-10 Häuser brannten in diesem Stadtheil gänzlich 371

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