Aggházy Kamil: Budavár bevétele 1849-ben II. - Budapest Történetének Forrásai (Budapest, 2001)

Okmánytár

Am 4. Mai rückten die Insurgenten in bedeutenden Kolonnen gegen die Festung und gleichzeitig erschien ein Parlamentär vom ungarischen Anführer Görgei mit der Aufforderung die Feste zu übergeben: Die Antwort hierauf vom H. G[eneral]m[ajor] Hentzi war eine würdige. Bevor die Insurgenten noch versucht hatten die Festung zu beschiessen, unternahmen sie am demselben Tage einen Sturm auf das Wasserretranchement und zwar von der Seite der Wasserstadt. Aber die Wirkung unserer Kartätschen war furchtbar, mit grossem Verlust wichen die Stürmenden zurück. Jetzt erst fingen sie an vom Blocks- und Schwabenberge die Festung und das Retranchement heftig zu beschiessen, besonders mit Granaten. Das Wachgebäude nächst der Burg ward hiedurch in Brand gesteckt. Am Abend des 4. Hess der. H. G[eneral] Hentzi die Stadt Pest durch eine Stunde lang bombardieren, um hiedurch die Insurgenten von der Beschiessung Ofens abzuschrecken. Aber schon am 5. Morgens setzten dieselben ihr Feuer mit grosser Heftigkeit fort: aber so am 6., 7. und 8., wo nur dann grössere Pausen eintraten, wenn sie zusehr durch das Feuer aus der Festung beunruhigt wurden. Am 9. Morgens Hess der Herr G[eneral] Hentzi die Stadt Pest durch 2 Stunden beschiessen. Das Feuer der Insurgenten wurde am 10., 11. und 12. nur matt unterhalten; ja während der letzten 2 Tage schwieg es fast ganz. Sie hatten jedoch nur schweres Geschütz aus Comorn erwartet, und am 13. wurde die Festung mit Bomben beworfen. Am Abend des 13. Hess der H. G[eneral] Hentzi die Stadt Pest von 7 bis 12 Uhr beschiessen. Um den Einfluss dieser energischen Demonstration abzuwarten, befahlen der Herr General Hentzi am 14. keinen Schuss zu thun, wirklich wurden auch von den Insurgenten am 14. und 15. nur wenige Schüsse auf die Festung gemacht. Dieselben hatten jedoch während dieser Zeit rückwärts der Christinenstadt, ungefähr in der Entfernung von 800 Schritten eine Breschbatterie erbaut, in welche sie die Geschütze in der Nacht vom 15/16. einführten. Am 16. begann das Feuer ihrer Breschbatterie und währte den ganzen Tag ununterbrochen fort. Gleichzeitig wurde die Festung und das Retranchement sehr heftig mit Bomben und Granaten beworfen. Das Festungsgeschütz hatte während dem 15. und 16. völlig geschwiegen. Am Abend des 16. wollten der H. G[eneral] Hentzi die Stadt Pest durch 12 Stunden beschiessen lassen; dieser Ansicht traten jedoch der Herr Oberst Allnoch und besonders der Herr Hauptmann Polini vom Genie Corps entgegen und schlugen vor, die nach Pest gerichteten 24 pfundigen Kanonen lieber der 300

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