Aggházy Kamil: Budavár bevétele 1849-ben II. - Budapest Történetének Forrásai (Budapest, 2001)

Okmánytár

Ich lief nun zu einen bekannten Burschen, der mir einen Attila gab, durch welchen ich mich auch rettete. Ich ging später bei der neuen Reitschule vorbei, und hörte darinnen Schuss auf Schuss, und als ich fragte, was da geschehe, sagte man: es werden die gefangenen Offiziere erschossen. Vom Herrn General Hentzi hörte ich, dass er sich selbst entleiben wollte, aber nicht gut getroffen hatte. Gefangene Offiziere sah ich keinen, aber Erschossene habe ich mehrere im Vorbeigehen auf der Gasse liegen gesehen. Auf dem Parade Platz sah ich zwei übergegangene Offiziere von Ceccopieri, welche mit Honved Offizieren und einem Frauenzimmer eingehängt gingen, und schon früher hörte man sprechen, dass italienische Offiziere übergegangen sind, so wie ich auch vom Zivil und den Honveds im Wirtshaus öffentlich erzählen hörte, dass die Italiener mit Stricken die Honveds in die Festung zogen. Mit einem Haufen Husaren, die immer beim Wasserthor herumritten ging ich zum Wasserthor hinaus, kam nach Budakesz; mit einem Zettel vom Richter, dem ich sagte, ich wäre ein abgebrannter Schlosser, Hessen mich die Vorposten passiren. Von da ging ich über Bath und Totis; im zweiten Ort von Totis ging ich in ein Wirtshaus um etwas zu essen, da war schon ein Transport von die Jäger und ein Privatdiener von uns, durch ihre Reden wurde ich verrathen, und durch Husaren arretirt nach Komorn gebracht, wo wir im Komitatshaus über Nacht eingesperrt wurden. Am 24. wurden wir verhört und gestanden, dass wir kaiserliche] Soldaten sind. Wir sind zum Festungskommando geführt worden, er war freundlich und trug mir 200 fl. an, wenn ich mich bei den Ungarn engagiren Hess, ich verweigerte es und wurde ins Transportshaus gebracht. Dort traf ich zwei Kompag[nien] Deutschmeister Grenadiere und zwei Kom[pagnien] Hohenlohe, welche gefangen waren, die dem Kaiser treu zu bleiben sich äusserten. Die Offiziere von ihnen sollten gerade mittelst Dampfschiff fortgeführt werden. In der Festung bekümmerte sich Niemand um sich und benützte diese Gelegenheit um wieder zu entwiechen, ging ungehindert zur Festung hinaus, versteckte mich in einem Feld bis es Nacht war, ging an selben- 25. -und den darauf folgenden Tag alle Ortschaften vermeidend bis in ein Dorf, welche wie ich glaube, Hazlak heisst; der Wirth, ein Jude, dem ich meine Uhr in Pfand gab, behielt mich bis Montag den 27. in Quartier. Dienstag den 28. in der Früh fuhr ich mit diesem Juden nach Neutra. Ich habe auf dem Weg, welchen ich zurücklegte, ausser 2 Stunden vor Neutra, kein ungar. Militär gesehen, und dieses war nur 30-40 Husaren. 269

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