Szita László (szerk.): Előadások és tanulmányok a török elleni visszafoglaló háborúk történetéből 1686-1688 (Pécs, 1989)
Előadások és tanulmányok - Zusammenfassung: Gerhard Seewann
tollkühnen Reiterattacken berühmt gewordene Offizier, dem jede Unterordnung unter den Befehl anderer sehr schwer gefallen war, sich zu einem umsichtigen Heerführer entwickelte, der seine hervorragenden strategischer Fähigkeiten demonstrierte und bei aller Vorsicht jede sich bietende Gelegen heit für oftmals entscheidende Einsätze nützte. R. schildet die Laufbahn Lud wigs von Baden ab September 1686 und damit von dem Zeitpunkt an, als ei auf direkten kaiserlichen Befehl hin die Ernennung zum selbständigen Be fehlshaber erhielt. Die biographische Skizze schließt mit April 1689, als ihn der Kaiser zum Oberbefehlshaber über die verbündeten Truppen ernannte. István Czigánys Beitrag „Die ungarischen Truppen und der Türkenfeldzug von 1687" untersucht eine wichtige Frage. Die Teilnahme ungarischen Militärs an den Feldzügen ist bis heute nicht genügend erforscht und wird daher oft zur Diskussion gestellt. Die ungarischen Truppen erfüllten als leichte Kavallerie eine wertvolle Ergänzungsfunktion im kaiserlichen Heer, das mit an der Spitze der europäischen Militärentwicklung gestanden hat. Die leichte Kavallerie aus Ungarn und Kroatien - verstärkt durch Dragoner und Kürassiere - wurde häufig erfolgreich eingesetzt, um die feindlichen Attacken aufzuhalten und den Gegenangriff einzuleiten. Cz. kommt aufgrund seiner Forschungen zu dem Schluß, daß die Zahl der ungarischen Kriegsteilnehmer im Feldzug 1687 an die 20.000 Mann betragen hat. In der umfangreichen Studie von Ludwig Hüttl „Der bayerische Kurfürst Max Emanuel und die Rückeroberung Ungarns von den Osmanen" gewinnt der Leser ein sehr detailliertes Bild von der politischen Konzeption des bayerischen Kurfürsten und den diplomatischen Manövern des Wiener und Pariser Hofes. In Auswertung umfangreicher Quellenmaterialien aus den europäischen Archiven und gestützt auf seine beiden Monographien „Max Emanuel, der blaue Kurfürst" und „Der Große Kurfürst, Friedrich Wilhelm von Brandenburg" legt H. eine neue Bewertung des diplomatischen Geschehens vor. Darüber hinaus stellt H. fest, daß Max Emanuel den Ruhm, den er sich als Oberkommandierender der verbündeten Truppen in den ungarischen Feldzügen erwarb, seine großen Siege über die Türken, im späteren Spanischen Erbfolgekrieg im Bündnis mit Frankreich keinesfalls zu übertreffen vermochte. Der Beitrag von István Bariska „Das Verältnis Frankreichs und der Seemächte zu den Türkenkriegen in Ungarn" beschreibt die wahrscheinlich unbekannteste Seite des Rückeroberungskrieges in seinen außenpolitischen Zusammenhängen. B. bietet eine prägnante Skizze der diplomatischen Aktivitäten des Hauses Habsburgs, des französischen Hofes und der Seemächte Holland und England. Die Studie von János J. Varga über „Die politischen Folgen der militärischen Erfolge von 1683 bis 1687" weist nach, daß die politischen Konsequenzen der Schlacht am Berge Harsány im Machtzuwachs des Hauses Habsburgs in Ungarn im Zeitabschnitt nach der Krönung Josefs I. zu sehen sind. Die