Gróf Batthyány Kázmér (1807-1854) emlékezete - Baranyai történelmi közlemények 1. A Baranya Megyei Levéltár Évkönyve, 2005 (BML, 2006)

Zusammenfassung

László Csorba: Kázmér Batthyány in der Emigration Die Politiker und Offiziere, die sich an der Revolution und am Freiheits­kampf 1848/49 beteiligten, suchten anfangs hinter den südöstlichen Gren­zen des Landes, in der Türkei und später im Westen Zuflucht. Unter ihnen findet man auch den Grafen Kázmér Batthyány, den Aussenminsiter der Szemere-Regierung. Er folgte mit seiner Gemahlin, mit der Gräfin Augusz­ta Keglevics dem Gouverneur und Präsidenten Lajos Kossuth nach Vidine in Bulgarien, später in die Türkei. In Vidine arbeitete Graf Kázmér Batthyány eng mit Kossuth zusammen, nahm seinen Standpunkt an und hielt ihn weiterhin für den Staatsoberhaupt von Ungarn. Die zwei alten Freunde, Lajos Kossuth und Graf Kázmér Bat­thyány entfremdeten sich in der Emigration, in Sumla und Kütahya immer mehr voneinander. Batthyány geriet in tiefe seelische Krise, als er sah, dass die ungarischen Emigranten die Hoffnung der Verwirklichung der poli­tischen Ziele, die im Brief von Kossuth am 12. September 1849 in Vidine festgelegt wurden, verloren hatten. Das Vertrauen Batthyánys gegenüber Kossuth war erschüttert. Die Beziehung von Kázmér Batthyány und Bertalan Szemére brach zu Kossuth in Paris ab. Kázmér Batthyány unterstützte die politischen Vorstel­lungen von Szemére, griff die Politik von Kossuth an und isolierte sich von der Gemeinschaft der ungarischen Emigranten, die die führende Rolle von Kossuth weiterhin anerkannten. Die politischen Autoren der damaligen Zeit kritisierten die Persönlichkeit und Politik vom Grafen Kázmér Batthyány. Das Aussenministerium und der Geheimdienst des Habsburgerreiches ließen die ungarischen Emigranten und den Grafen Kázmér Batthyány überwa­chen. Der Graf reichte dem österreichischen Kaiser ein Gnadengesuch ein. Graf Kázmér Batthyány ist 1854 unerwartet gestorben, seine Beerdigung organisierten die ungarischen Emigranten in Paris. Den Nachruf, der in den namhaften Weltzeitungen erschien und die politische Tätigkeit von Bat­thyány würdigte, schrieb Bertalan Szemére. An der Beerdigung war der tief verletzte Kossuth auch erschienen.

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