Füzes Miklós: Valami Magyarországon maradt - Etwas blieb daheim in Ungarn. A kitelepített magyarországi németek beilleszkedése Németországban - Eingliederung der vertriebenen Ungarndeutschen in Deutschland (Pécs, 1999)
III. Személyes átélés - Nemzeti hovatartozás
Bewegung der aus Elek verschleppten Deutschen, von deren Existenz man auch in Ungarn Bescheid wußte. Selbst unter diesen unterschiedlichsten Vorstellungen fiel die Bitte der Vertriebenen aus Ágfalva auf. Nach einer detaillierten Schilderung der Ereignisse nach dem Ersten Weltkrieg und aufgrund der Tatsache, daß die Gemeinde zuerst zu Österreich, und dann infolge der Volksabstimmung in Sopron zu Ungarn gehörte, ersuchten sie darum, daß ihre Gemeinde wieder Österreich angeschlossen werde, damit sie dorthin zurücksiedeln könnten und ihr früheres mobiles und immobiles Vermögen zurückerhalten würden. Bis dahin sollten die Vermögensverhältnisse 52 mit der Genauigkeit eines Ethnographen festgehalten werden. Spätumsiedler Zur Unterstützung der Opfer der Ereignisse im Oktober und November 1956, die in Deutschland gleichsam als Revolution und Freiheitskampf betrachtet wurden, ergriff der Landtag von Baden-Württemberg bereits am 2. November 1956 Maßnahmen. Zum Zwecke der Hilfsaktion wurden 10.000 DM zur Verfügung gestellt. Der Ministerrat beschloß am 14. November, 100.000 DM entsprechend zu verteilen. Am gleichen Tag behandelte der Bundesrat in Bonn die Frage der Unterbringung der Flüchtlinge aus Ungarn. Die einzelnen Bundesläner erklärten sich bereit, die Flüchtlinge aufzunehmen und zu versorgen. Die Bundesländer hatten aber nicht die Möglichkeit, die Kosten entsprechend den Verordnungen der „pauschalierten Kriegsfolgenhilfe" zu tragen. Zu dieser Zeit rechnete der Bundesrat noch mit der Aufnahme von 3.000 Flüchtlingen. Einen eigenen Tagesordnungspunkt im Bundesrat stellte die Frage der Ungarndeutschen (mit der eigenen Bezeichnung: der Volksdeutschen), die etwa 5 % der Flüchtlinge ausmachten, dar. Die ungarischen Flüchtlinge betrachtete man entweder 1. als Ungarndeutsche, als Spätumsiedler oder 2. als ungarische Flüchtlinge, deren Aufnahme nach den allgemeinen Prinzipien der Nachkrigeszeit erfolgte. Baden-Württemberg wünschte nur Ungarndeutsche aufzunehmen. Die Kommission der Ausgesiedelten im Bundesrat beschloß einstimmig Llilfsmaßnahmen und die Aufhebung der Aufnahmeregelungen. Die ungarndeutschen Flüchtlinge wurden als Spätumsiedler behandelt, die Flüchtlinge ungarischer Abstammung wurden jedoch kontrolliert, man befürchtete nämlich, daß unter ihnen auch viele Kommunisten, Diener des Sowjet- bzw. des Rákosi-Regimes, nach Österreich geflüchtet seien. Daneben gab es viele Invalide, Verletzte, Studenten und Schüler, die als erste Aufnahme fanden. In den Dokumenten der niederen Verwaltungsorgane schien die Flüchtlingsfrage immer deutlicher auf. Das Ministerium für Vertriebene, Flüchtlinge und Kriegsgeschädigte in Stuttgart informierte darüber hinaus die Regierungspräsidien, daß die