Füzes Miklós: Valami Magyarországon maradt - Etwas blieb daheim in Ungarn. A kitelepített magyarországi németek beilleszkedése Németországban - Eingliederung der vertriebenen Ungarndeutschen in Deutschland (Pécs, 1999)
III. Személyes átélés - Nemzeti hovatartozás
dem Verwaltungsleiter des Landkreises, daß in der letzten Woche 1.100 Ostflüchtlinge eingetroffen seien, 515 von ihnen am 9. März aus dem Sammellager Schwäbisch-Gmünd. Der Transport bestand aus Personen aus der Tschechoslowakei, aus Ungarn und aus Rumänien. Er wurde am 15. März in die umliegenden Dörfer weitergeleitet. Viele der Flüchtlinge kamen zurück, denn sie fanden nirgends Platz. Diese wurden wieder zurückbeordert. Am 17. März traf eine weitere Flüchtlingsgruppe mit 220 Ungarndeutschen aus Schwäbisch-Gmünd ein. Auch sie versuchte man im Landkreis unterzubringen. Nach der Meinung des Flüchtlingskommissars ging die Einquartierung sehr mühsam und schleppend vor sich, der Grund dafür seien die Bürgermeister. Wo der Bürgermeister aktiv sei, dort gebe es weniger Probleme, betonte er. Am 18. März wäre der Flüchtlingskommissar schon zufrieden gewesen, wenn die Regierung das Ostflüchtlingskontingent mit 1617.000 festgelegt hätte. Auch konnte die Anordnung des Innenministers vom 8. Januar 1947 nicht verwirklicht werden, nach der die Zwischenlager bis Ende des Monats hätten aufgelöst werden müssen. In Netzkarweihingen kam am 27. Januar eine weitere Flüchtlingsgruppe mit 22 Personen an, wo es doch ohnehin schon zahlreiche Flüchtlinge in der Gemeinde gab. Auch diese Flüchtlinge wollten nicht in Privatwohnungen untergebracht werden, denn wegen Heizstopffmangels konnten diese nicht geheizt werden. Trotz größter Kraftentfaltungen wurden auch die Neuankömmlinge in Massenunterkünften, in der Schule und im Gasthaus, untergebracht. Man behauptete, diese Räume seien klein und gut heizbar. In den Privatwohnungen, Mansarden und Dachwohnungen sei es dagegen kalt. Es fehlte auch an Öfen und Ofenröhren. Wie auch in der Versammlung des Landkreises am 29. Januar erwähnt wurde, wurden den 34.000 Flüchtlingen im Landkries Ludwigsburg etwa 1.000 Öfen und 650 Flerde zur Verfügung gestellt. Der Landkreis mußte also das Doppelte der optimalen Anzahl aufnehmen, was auch in Netzkarweihingen zur Überbevölkerung führte. Die Gemeinde argumentierte damit, daß im Durchschnitt 1,54 Personen auf jedes Zimmer 40 entfielen, so daß keine weiteren Flüchtlinge mehr aufgenommen werden könnten. Im Landkreis Ludwigsburg wohnten die Flüchtlinge am 15. April 1947 in den 41 folgenden Siedlungen immer noch in Massenunterkünften: Ludwigsburg Kaserne Königin Olga 1.688 Mittelschule Schiller 452 Kaserne Mathild 151 Familie Franck 57 Aldingen Hauptsaal des Gasthofes 10 Asperg Schule 22 Beihingen Turnhalle 33 Benningen Turnhalle 50