Arcana Medicinae. Dokumente zur Geschichte der Heilkunst und Arzneikunde
Vorwort
eine Stellungnahme der Wiener medizinischen Fakultät zu dieser Frage verlangt, hie Fakultät war der Ansicht, daß diese Epidemie nicht ge«’ fährlich und schon im Abflauen begriffen sei, daher keine besonderen Maßnahmen erfordere. Auch sei "für den gemeinen Mann jeder medizinische Unterricht öfter schädlich als nützlich" . Die Hofkanzlei schloß sich dieser Meinung an. Der Kaiser entschied dagegen, daß die Fakultät künftig nach dem Beispiel von Prag bei jeder derartigen Epidemie sofort eine Beschreibung und die Heilmittel der Öffentlichkeit kund zu machen habe, "da es das Ansehen hat, daß ihr gegenwärtiger Vorschlag nur auf die sorgfältigste beybehaltung ihres privativi in Heilung der Menschen abziele". 58. Vor 1784. Prospekt für das "philosophische Gold-Salz" des Johann Melchior Kaufmann aus Augsburg. Originaldruck: HER., Arzte- und Arzneiprivilegien Fasz.6. 59. 1784. Prospekt für das Heil- und V'undpflaster des nürnberger Barbiers und Wundarztes Michael Lauer. Originaldruck: KUR., Arzte- und Arzneiprivilegien Fasz.7.