Kirche in Österreich

Verzeichnis der verwendeten Fachausdrücke - Die geistlichen Orden in Österreich

II. (n. 71—204). Die geistlichen Orden in Österreich. Der hl. Severin, der Missionär Noricums, errich­tete bereits in der zweiten Hälfte des 5. Jahr­hunderts auf heute österreichischem Boden (z. B. in der Nähe von .Salzburg) nach der Art der orien­talischen Mönche Zellen und Bethäuser, die während der Völkerwanderung zugrunde gingen. Um 700 gründete der vom Bayernherzog Theodo nach Regensburg berufene Bischof Rupert von Worms am Wallersee und in Salzburg (St. Peter und Nonn- berg) Klöster. In den Klostergründungen der bayrischen Herzoge Odilo und Thassilo im 8. Jahrhundert (Mondsee, Innichen, Kremsmünster) wurde schon die Regel des hl. Benedikt befolgt. Die frühen Benediktiner­klöster bildeten die bedeutendsten Missionszentren unserer Heimat und der Benediktinerorden war auch in den folgenden Jahrhunderten in Österreich der Träger des mönchischen Lebens, das im 11. Jahr­hundert durch die von Cluny (Burgund) aus­gehende Reform entscheidend beeinflußt wurde. Erst im 11. und 12. Jahrhundert kommt es in Öster­reich auch zu Niederlassungen anderer Orden: Augustiner-Chorherren, Zisterzienser, Prämonstra- tenser und Karthäuser. Die Verdienste der Klöster dieser Orden und des Benediktinerordens für Kolo-

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