Erzherzog Ludwig Salvator – Ein Leben für die Wissenschaft 1847-1915

LEBENSDATEN - DIE YACHT NIXE LUDWIG SALVATORS STUDIERSTUBEAUF HOHER SEE

Nixe 11 senschaftlicher Art, an Bord haben, mit allen hierzu erforderlichen Hilfs­mitteln sich derselben tätigst widmen und dabei doch von Zeit zu Zeit das Auge mit neuen Bildern ergötzen, ich möchte sagen zugleich auch den Geist damit erfrischen“15. Tatsächlich steht der Großteil der Werke Ludwig Salvators in einem engen Zusammenhang mit dessen Leben und Reisen auf der NIXE. Auf­zeichnungen, Notizen, Briefe, Manuskripte, Skizzen und Zeichnungen entstanden vor Anker liegend oder auf hoher See. Und so manches Vor­wort „An Bord der Nixe“ verfaßt gibt Zeugnis von Ludwigs unermüdlicher Tätigkeit. Auch Graf Polzer Hoditz, der gemeinsam mit Erzherzog Karl, dem spä­teren Kaiser Karl L, einen Besuch auf der NIXE abstattete, fand Ludwigs Yacht gerade deshalb „bemerkenswert, als der größte Raum darin einer Gelehrtenstube glich“, an deren Wände Regale standen, „auf denen Bü­cher in wüstem Durcheinander lagen“, die er und Erzherzog Karl als „Zeu­gen hoher Gelehrsamkeit“ mit einer „gewissen Ehrfurcht“ besichtigten.16 In diesem Sinne entsprach die NIXE voll und ganz den in Art.56 defi­nierten „Bestimmungen über die Yachten“ der Statuten des Kaiserlichen und königlichen Yacht-Geschwaders, wonach „Jedes gedeckte oder halb­gedeckte seegehende Fahrzeug mit Segel- oder Dampfbetrieb...nur dann als Yacht betrachtet“ wird, „wenn dasselbe ausschließlich dem Sport oder der wissenschaftlichen Forschung gewidmet ist“. Ludwig Salvator, der selbst zu den Stiftern des Yachtgeschwaders zählte, sah in der „Vergnügungsschiffahrt“, für die er die österreichisch-ungarischen Küsten­gewässer besonders geeignet hielt, ein äußerst positives und förderungs­56

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