Erzherzog Ludwig Salvator – Ein Leben für die Wissenschaft 1847-1915

LEBENSDATEN - LUDWIG SALVATORS WISSENSCHAFTLICHER WEG UND PERSÖNLICHKEIT

te seiner bisherigen Ausgrabungen auf den Ionischen Inseln Levkas und Ithaka unter Anschluß eines kurzen Abrisses seiner Levkas-Theorie in den Wintertagen auf Ithaka vorleqte. Dörpfeld hatte Wissen“ dessen Theorien nicht zustimmen konnte, wollte diese aber den­noch dem Leser, der dann „nach eigenem Ermessen urtheilen könne“, zur Kenntnis bringen.23 Eine langjährige, wiederholte Zusammenarbeit verband Ludwig Salvator mit dem Mineralogen und Petrographen Friedrich Becke, Professor an den Universitäten von Prag und Wien und späterer Generalsekretär der Akademie der Wissenschaften Wien, der als Spezialist für Eruptivgestei­ne und Mineraloptik24 an mehreren von Ludwigs Werken mit eigenen Ab­handlungen und Gesteinsanalysen beteiligt war. Ludwig unterhielt aber auch Kontakte zum Wiener k.k. naturhistorischen Hofmuseum, wo ihm der Direktor der geologisch-paläontologischen Ab­teilung, Theodor Fuchs, und der Entomologe Ludwig Ganglbauer hilfreich zur Verfügung standen. Zur Realisierung einiger seiner Werke, wie z. B. Der Golf von Buccari- Porto Ré oder Über den Durchstich der Landenge von Stagno trugen auch das k.k.Kriegsministerium und das k.k.militargeographische Institut mit der Bereitstellung von kartographischem Material bei. Dieselbe Auf­gabe fiel jedoch auch ähnlichen spanischen und italienischen Behörden zu. Wesentlicher Anteil an der graphischen Gestaltung der Bücher kommt den verschiedenen xylographischen wie zinkographischen Anstalten in Wien und Prag zu, die für die druckreife Umsetzung der Federzeichnun­gen und Aquarelle Ludwigs sowie in späteren Jahren auch der von Lud­wigs Vertrautem, Freund und Sekretär, dem Mallorquiner, Antonio Vives, gemachten Fotographien sorgten. An dieser Stelle sei vor allem der Land­schaftsmaler und Radierer, Friedrich Havránek erwähnt, der zahlreiche nämlich im Zuge des mit der Entdeckung Trojas ent­flammten wissenschaftli­chen Streits um die Identifi­zierung der Heimat des Odysseus Levkas vorge­schlagen. Ludwig, der bei „aller Verehrung für Dörpfeld’s Zeichnung Ludwig Salvator: Rahmleh Detail aus Landkarte Alboran 35

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