Die Ausstellung des HHStA in Wien – Erklärender Führer

HAUPTRAUM

84 342. 1857, März 7, München. Eigenhändiges Schreiben des bayrischen Exkönigs Ludwig I. an seinen Neffen Erz­herzog Max, damals Generalgouverneur in Lombardo- Venetien, mit der Bitte, das berühmte Abendmahl Leonardo da Vincis vor drohender Restaurierung zu schützen. „Aus der Restauration wird eine Destruktion des Werkes des Meisters.“ Das Schreiben ist ein sprechen­der Beweis für den Kunstsinn des Exkönigs. 343. 1857, August 6, Badgastein. Eigenhändiges Schreiben des Erzherzogs Johann an Erzherzog Maximilian mit einer Anempfehlung des Malers Liebich. 344. 1858, Feber 12, Athen. Eigenhändiges Dankschreiben König Ottos von Griechenland an seinen Vetter Erz­herzog Max für dessen Glückwünsche zum fünfund­zwanzigjährigen Regierungsjubiläum. 345. 1858, August 19. Theaterzettel der ersten Lohengrin­Aufführung im Kärntnertortheater. Die Oper mit dem Tenoristen Alois Ander als Lohengrin erntete stürmischen Beifall und ließ Wagner, der sich damals in drückender Notlage in Venedig aufhielt, von neuem Mut schöpfen. 346. 1858, Oktober 1, Wien. Note des Chefs der Obersten Polizeibehörde Baron Kempen an den Minister des Äußern über den Aufenthalt des „berüchtigten sächsischen Flüchtlings“ Richard Wagner in Venedig. Bekanntlich lebte Wagner seit 1849 als politischer Flüchtling im Exil in der Schweiz. Als er im August 1858 unvermutet in Venedig auftauchte, nahm Kempen sofort gegen „dieses politisch schwer kompromittierte Individuum“ Stellung.

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