Die Ausstellung des HHStA in Wien – Erklärender Führer

HAUPTRAUM

74 297. / 1848, Mai 31, Graz. Adresse der Nationalgarde, der Bürger und Studenten von Graz an die Wiener mit der Versicherung, an ihrer Seite jeden Anschlag auf die eben errungenen freiheitlichen Institutionen abzu­wehren. Die Adresse trägt auf einer Schriftrolle von mehr als acht Meter Länge Hunderte von Unterschriften. 298. 1848, Juni 19, Innsbruck. Eigenhändiges Schreiben Wessenbergs an Erzherzog Franz Karl mit der Bitte, den Kaiser Ferdinand zum Empfange des kroatischen Banus Jellacic zu bewegen. In der Tat wurde Jellacic samt seiner Deputation in öffentlicher Audienz empfangen und in Gnaden verabschiedet, obwohl der Kaiser schon sechs Tage vorher (am 10. Juni) dessen Enthebung verfügt hatte. Man nimmt an, daß der ungarische Ministerpräsident Graf Batthyány, der Jellacic in Innsbruck zuvorge­kommen war, dem schwachsinnigen Kaiser die Unter­schrift durch eine List entlockt hat. Als Jellacic heim­kehrte, publizierte eben Batthyány von Pest aus den Wortlaut jener kaiserlichen Absetzungsproklamation. 299. 1848, Juli 2, Wien. Eigenhändiges Schreiben Kardinal Rauschers an den sechzehnjährigen Erzherzog Maxi­milian, den späteren Kaiser von Mexiko, in welchem er die augenblickliche politische Lage bespricht und gegen den Bürgerausschuß, die Studenten und die bäuerlichen Abgeordneten Stellung nimmt. 300. 1848, Juli 6 bis 1849, Dezember 18. Tagebuchfragment von der Hand des eben sechzehnjährigen Erzherzogs Maximilian. Die aufgeschlagenen Seiten sind vom 17. und 18. Juli datiert und in Innsbruck niedergeschrieben.

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