Die Ausstellung des HHStA in Wien – Erklärender Führer

VORBEMERKUNG ZUR 1. AUFLAGE

V des Vorraumes und des Panzerschrankes sind von dieser Sichtung gar nicht berührt worden. So umspannt die Ausstellung in ihrer neuen Gestalt innerhalb eines Zeitraumes von mehr als 1000 Jahren ein räumlich wie inhaltlich gleich weit ausgedehntes Feld. Neben einer bunten, bis an den Anfang des 9. Jahr­hunderts zurückreichenden Fülle von Urkunden der deutschen Kaiser und Könige, der Päpste, der Könige von Böhmen und Ungarn, der türkischen Herrscher und zahlreicher geistlicher und weltlicher Landesfürsten — es finden sich darunter auch Fälschungen vor, so das berühmte Privilegium maius von 1156 —, von Chroniken des 13. Jahrhunderts und der folgenden Jahr­hunderte, von Staatsgrundgesetzen und Staatsverträgen vom 13. bis zum 19. Jahrhundert sind auch geistes- und wirtschaftsgeschichtliche Quellen durch Traditions­bücher, Urbare, Inkunabeln, geschriebene und gedruckte Zeitungen (vom 16. bis zum 19. Jahrhundert) vertreten, nicht ohne daß auch das Alltagsleben durch die ver­schiedensten Stücke, wie einen Buchhändlerkatalog von 1562 und eine bunte Reihe hochinteressanter Gewerbe­privilegien der verschiedensten Art, namentlich aus dem 16. und 17. Jahrhundert, entsprechend berücksichtigt wurde. Was die Genealogie, die Sphragistik und die Heral­dik anlangt, sei auf die Stammtafeln, die Fülle zum Teil ebenso prunkvoll wie künstlerisch gestalteter Urkunden­siegel in Wachs, Blei und Gold, auf die gleichfalls bis ins Mittelalter zurückreichenden Siegelstempel, das be-

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