Die Ausstellung des HHStA in Wien – Erklärender Führer

HAUPTRAUM

20 60. 1360, Mai 21, Seefeld (nördlich von Innsbruck). Herzog Rudolf der Stifter bestätigt, daß unter den ihm von Kaiser Karl IV. verliehenen Reichslehen Tirol nicht inbegriffen sei. Die Urkunde beleuchtet den Gegensatz, in dem sich Kaiser und Herzog angesichts des bevorstehenden Heimfalls Tirols befanden. Zu beachten das Siegel des Herzogs, das die seit 1358/59 (vgl. Nr. 19) un­rechtmäßig geführten Titel, Hoheitszeichen und Wappen enthält. 61. 1360, September 5, bei Eßlingen (in Württemberg). Bündnis zwischen Kaiser Karl IV. und dessen Bruder Markgraf Johann von Mähren einerseits und den österreichischen Herzogen anderseits. Das Bündnis war der Preis für den Verzicht Her­zog Rudolfs auf seine angemaßten Vorrechte (vgl. Nr. 60). 62. 1360, September 21, Cilli. Quittung der Juden Musch und Chadgim über die Einlösung von Schuldbriefen seitens des Grafen von Cilii. Das angeheftete Pergamentblatt wiederholt den Inhalt der Urkunde in hebräischer Sprache. Links das Siegel des Juden Musch, rechts das Friedrichs von Wallsee. 63. 1363, Jänner 26, Bozen. Margarethe Maultasch von w Tirol, die Witwe Ludwigs von Brandenburg, über­läßt mit Zustimmung ihrer Landherren den öster­reichischen Herzogen noch zu Lebzeiten die Graf­schaften Tirol und Görz. Dieser Verzicht war die Frucht der Bemühungen Herzog Rudolfs des Stifters, der nach einer winter­lichen Reise über den Semmering wenige Tage nach dem Tode seines Schwagers Meinhard, des Sohnes

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