Die Ausstellung des HHStA in Wien – Erklärender Führer
HAUPTRAUM
17 Bleibulle mit den Köpfen der Apostelfürsten an rotgelber Seidenschnur. 1306, Juni 29, Salzburg. Schiedsspruch salzburgischer 48 und berchtesgadenscher Schiedsleute über einen Raufhandel auf dem Untersberg (Vntornsperch) bei Salzburg „mit Wunden und mit anderem Schaden“, Anhangend die Siegel der Schiedsleute. Diese Urkunde enthält die älteste Namensform des sagenumwobenen Untersberges. 1308, Jänner 1, Wien. Das Stift Altenburg (bei Horn) 49 beurkundet die Schenkung der St. Pankraz-Kirche zu Aspern und verschiedener Einkünfte von seiten Had- mars von Sunnberg zu Aspern zur Stiftung eines Spitals. Die anhangenden Siegel rühren (von links nach rechts) her: von Bischof Bernhard von Passau, Schottenabt Wilhelm zu Wien, Heinrich Abt von Gött- weih, Seifried Abt zu Altenburg, Konvent des St. Lambrecht-Klosters zu Altenburg, Konrad von Potten- dorf, Stefan von Meissau (Marschall in Österreich), Otto von Zelking. — Die Spitalspflege, worunter auch die Versorgung alter Leute verstanden war, oblag damals größtenteils geistlichen Körperschaften; erst später entwickelte sich die Wohlfahrtspflege der Stadtgemeinden. II369, September 18, Speier. König Heinrich VII. (der 50 ^Luxemburger) belehnt die Herzoge Friedrich und Leopold von Österreich mit den Gütern ihres Vetters Johann, des Mörders des Königs Albrecht („Parricida“). 1319, April 3, Graz. Graf Heinrich von Görz-Tirol be- 51 urkundet sein Bündnis mit König Friedrich III. (dem Schönen). 2