Die Ausstellung des HHStA in Wien – Erklärender Führer

HAUPTRAUM

97 mit einem pessimistisch gehaltenen Rückblick über die eben vollendeten dreißig Lebensjahre. Aufgeschlagen die zweite und dritte Seite. Die an­stoßenden Textstellen der ersten und vierten Seite lauten wie folgt: „30 Jahre ist ein großer Abschnitt, kein eben erfreulicher; viel Zeit ist vorüber, mehr oder weniger nützlich zugebracht, doch leer an wahren ... es in ruheloser Bewegung und oft, ich kann sagen, meistens in aufreibender, anspannender, weil so viel­gestaltiger Tätigkeit zugebracht wird, ist kurz, kurz in der Epoche der wahren geistigen Beweglichkeit und Leistungsfähigkeit. Wie immer es sei, man muß an die Zukunft glauben; ich hoffe und rechne auf die nächsten 10 Jahre!“ v 1890, März 26, Berlin. Eigenhändiges Dankschreiben 408. des Fürsten Bismarck an Kaiser Franz Joseph für dessen Handschreiben anläßlich seines Rücktrittes. Aufgeschlagen Seite 2 und 3. Die anstoßenden Textstellen der ersten und vierten Seite lauten wie folgt: „Es macht mich glücklich, die Gewißheit des Wohlwollens Eurer Majestät und die Erinnerung an . . . Majestät hat es mir nicht gestattet und ich kann dem hohen Herrn nur noch mit meinem Gebet zur Seite stehn. Eure Majestät wollen mir huldreich ver­zeihen, wenn der hohe Wert, den ich auf Allerhöchst- dero Beurteilung lege, mich bewegt, nur für Eure Majestät selbst die Tatsache festzustellen, daß ich ein zu pflichtgetreuer Offizier und Vasall meines Herrn bin, um angesichts der Krisen, die uns im Innern be­vorzustehen scheinen, meinen Posten freiwillig zu verlassen.“ 1890, April 3, Berlin. Eigenhändiges Schreiben Kaiser 409. Wilhelms II. an Kaiser Franz Joseph mit einer aus­führlichen Darstellung der Vorgeschichte des Rück­trittes des Fürsten Bismarck.

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