Die Ausstellung des HHStA in Wien – Erklärender Führer

HAUPTRAUM

90 Der Vertrag, der Venetien noch vor Kriegsausbruch preisgab, ist von Mensdorff und Gramont besiegelt und unterfertigt. Beust hat ihn später „das unglaub­lichste Aktenstück“ genannt, „das mir je vorge­kommen“. 373. 1866, Juni 20, Wien. Eigenhändiges Schreiben des Kaisers Franz Joseph an seinen Vetter Prinz Albert von Sachsen angesichts des eben entbrennenden „Kampfes des Rechts gegen Hinterlist und Raubgier“. Der Brief wendet sich im besonderen gegen die Mattigkeit, das Mißtrauen und den Egoismus des bay­rischen Hofes, der den vereinbarten Anschluß seiner Truppen an die österreichische Armee nun nicht mehr vollziehen will. x37^. 1866, Juli 26, Nikolsburg. Waffenstillstandsvertrag \j zwischen der österreichischen und der preußischen Heeresleitung nach der Entscheidungsschlacht von Königgrätz (3. Juli). Der Vertrag ist von Degenfeld für Österreich und von Moltke für Preußen gesiegelt und unterzeichnet.-375,' 1866, August 15, Paris. Eigenhändiges Schreiben der V/ Kaiserin Charlotte von Mexiko an ihren Gemahl über den Mißerfolg ihrer persönlichen Bemühungen beim französischen Kaiserpaar um weitere Subsidien für das mexikanische Abenteuer. Die erste Seite spricht von dem physischen und geistigen Niedergange Kaiser Napoleons und der Unfähigkeit der Kaiserin Eugenie. Bekanntlich ist Charlotte noch vor dem unglücklichen Ende ihres Gemahls in dauernden Wahnsinn verfallen. t376, 1866, August 23, Prag. Original des Friedensvertrages V/ zwischen Österreich und Preußen, durch den ersteres aus dem Deutschen Bunde ausschied.

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