Manfried Rauchensteiner: Waffentreue – Die 12. Isonzoschlacht 1917
Franz Felberbauer: Die 12. Isonzoschlacht: Der Operationsplan und seine Durchführung
Die Größenordnungszeichen oberhalb des Grundzeichens bedeuten: xx Division, xxx Korps, xxxx Armee, xxxxx Heeresgruppe. Links die Truppenkörperbezeichnung (z.B. 1 Isonzo [Armee] oder 22 [Division]), rechts die Zugehörigkeit (öu Österreich-Ungarn, bayr Bayern, dt Deutschland). Unter dem Grundzeichen der Name des Kommandanten. Vgl. dazu: Wagner, Der Erste Weltkrieg, S. 273. Die aus Kompromissgründen gewählte „mehrschichtige Kommando-Hypertrophie mit ihrem Kompetenz-Wirrwarr führte zu zahlreichen Doppelgleisigkeiten, Missverständnissen und Befindlichkeiten“, letzteres besonders bei Generaloberst (GO) Boroevic, der aufgrund seiner Abwehrerfolge in elf Isonzoschlachten mit der Übertragung des Oberbefehls der Heeresgruppe Südwestfront (SW-Front) - an Stelle von Feldmarschall Erzherzog Eugen - gerechnet hatte. Neben der „notorischen deutschen Skepsis gegen österreichisch-ungarische Kommandanten“ war das Hauptargument, dass Boroevic noch nie eine größere Angriffsoperation befehligt hatte. Vgl. dazu: Schöckl, Hermann: Österreich-Ungams Isonzofront im Jahre 1917, 2 Bde. Diss. Wien 1997, S. 147. Wagner: Der Erste Weltkrieg, S. 273 - ergänzt Aus dem Eisass kamen die schlesische 12. Division und die 26. Division, die in den Vogesen eine Zeit lang eine Gebirgsausbildung erhalten hatten.22 Aus einzelnen ausgewählten und gebirgserfahrenen Jäger- und Sturmbataillonen wurde im Aufmarschgebiet selbst eine siebente Division, die Deutsche Jägerdivision, gebildet. Zusätzlich zu der den Divisionen organisch zugeteilten Artillerie (die deutschen Divisionen verfugten über 12 Batterien mit je vier Geschützen verschiedenen Kalibers und mehrere Minenwerferkompanien) wurden zahlreiche Verbände von schwerer Artillerie, mehrere Heeres-Minenwerfer-Abteilungen, Versorgungs- und Sanitätstruppen und als Sondertruppe das 35. Gaswerferpionierbataillon zugewiesen und der 14. Armee unterstellt. Zum Stab der 14. Armee unter dem Kommando des preußischen Generals Otto von Below wurden abgestellt: Generalleutnant Krafft von Dellmensingen als Generalstabschef, Generalmajor von Berendt als General der Artillerie, Oberstleutnant Jochim als Oberquartiermeister und Major Frhr. von Willisen als Erster Generalstabsoffizier. Die übrigen Stabsstellen wurden ausschließlich mit gebirgserfahrenen Offizieren besetzt. Zusätzlich kamen zwei weitere höhere Stäbe als Gruppenkommandos zur 14. Armee, und zwar das Generalkommando des Bayrischen III. Armeekorps unter Generalleutnant Frh. v. Stein und das württembergische Generalkommando LI zur besonderen Verwendung mit Generalleutnant v. Berrer. Die 14. Armee erhielt außer den angeführten sieben deutschen Divisionen, deutscher schwerer Artillerie und starken Flak- und Fliegerverbänden noch acht Falls: Caporetto 1917, S. 26 f. 19