Historische Momente polnisch-österreichischer Beziehungen vom 14. – 20. Jh.

Jerzy Gaul, Warschau: Zur Geschichte der Beziehungen zwischen Polen und Österreich vom 14.-20. Jahrhundert

eine Habsburgerin 1733 polnische Königin, als Kurfürst Friedrich August von Sachsen, der mit Maria Josefa, einer Tochter Kaisers Josephs I. verheiratet war, als August III. zum König von Polen gewählt wurde. Vom Beginn des 16. Jahrhunderts an gewannen die Habsburger zunehmend an Einfluss auf der europäischen Bühne, und spielten auch in internen polnischen Angelegenheiten eine große Rolle. Während der Zeit der polnischen Wahlmonarchie gab es wiederholte Versuche von Habsburgern zur Gewinnung des polnischen Thrones. Maximilian II., König von Böhmen (1562) und Ungarn (1563) und römischer Kaiser (1564-1576) wurde zum polnischen König gewählt, konnte sich aber nicht durchsetzen, so dass die Krone 1575 schließlich an Stefan Báthory fiel, der durch die antihabsburgische Partei unterstützt wurde. 1587 wählten die Stände des Königreichs Polen und des Großfürstentums den Sohn Maximilians und Bruder Kaiser Rudolfs II., Erzherzog Maximilian III. (1558-1618), zum König von Polen. Er musste aber nach seiner Gefangennahme durch den Hetman Jan Zamoyski 1588 und der Rückkehr nach Österreich schließlich auf die polnische Krone verzichten. Der Widerwille des polnischen Adels gegen die Habsburger resultierte aus der Angst vor einer starken Königsherrschaft und einer sich daraus ergebenden Einschränkung der „goldenen Freiheit“ des Adels. Eine andere wichtige Ebene der Zusammenarbeit zwischen Polen und Österreich bildete das Heerwesen. In der Zeit der schwedischen Invasion beteiligten sich die kaiserlichen Truppen auf der polnischen Seite an den Kämpfen 1658-1659. Die militärische Zusammenarbeit wurde vom Bewusstsein der gemeinsamen 6

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