Österreichische und europäische Geschichte in Dokumenten des HHStA
Hauptraum (Nr. 1–344)
48 134. 1637—1657. Kassette mit Siegelstempeln Kaiser Ferdinands III. 2 Typare, Schmiedeeisen, mit eisenbeschlagener Holzkassette: Typarsammlung des Haus-, Hoi- und Staatsarchivs. — Mit diesen massiven, aus den Siegelstempeln Kaiser Ferdinands I. hergestellten Stempeln wurden die kaiserlichen Goldbullen geprägt. 135. 1641 Juli Péronne. Kardinal Richelieu ersucht den Herzog von Lothringen, mit seinen Truppen zum König von Frankreich zu stoßen. Orig., Papier, 2 Folien, mit eigenhändiger Unterschrift: Frankreich, Varia Fasz. 9. — Armand-Jean du Plessis, Herzog von Richelieu (1585—1642), leitete zwei Jahrzehnte die Politik Frankreichs, das er zu einem starken zentralistischen Staat machte. 136. 1645 Oktober 16, Linz. Kaiser Ferdinand III. erteilt seinem Obersthofmeister Graf Maximilian von Trautt- mansdorff eine Geheiminstruktion zu den Friedensverhandlungen in Münster und Osnabrück. Orig., Papier, ganz eigenhändig: Staatskanzlei, Friedensakten, Kart. 1, fol. 210/217. — Auf Grund dieser vom Kaiser allein verfaßten und geschriebenen Instruktion hat der sehr fähige Graf Trauttmansdorff die schwierigen Verhandlungen trotz der katastrophalen Situation zu einem für den Kaiser noch relativ günstigen Abschluß gebracht. Die strikte Geheimhaltung war notwendig, damit die Gegner durch das Bekanntwerden kaiserlicher Zugeständnisse nicht zu noch höheren Forderungen veranlaßt wurden. 137. 1648 Oktober 24, Münster. Der Westfälische Friede zwischen Kaiser Ferdinand III. und den deutschen Reichsständen einerseits und König Ludwig XIV. von Frankreich andererseits. Orig., Papierlibell, 53 Folien, mit den Siegeln und Unterschriften der kaiserlichen Bevollmächtigten Graf Johann