Österreichische und europäische Geschichte in Dokumenten des HHStA

Hauptraum (Nr. 1–344)

43 lust von Erlau, Gran und Kanizsa zwar schwere Einbußen, aber durch die Anerkennung des Kaisers als gleichberechtigte Macht und das Auf hören der demütigenden jährlichen Tri­butzahlungen auch den ersten großen Erfolg gegen die im Niedergang befindliche Pforte. Die Unterschriften der kaiser­lichen Bevollmächtigten, der Feldzeugmeister Johann von Mollart und Adolf von Althan, sowie der ungarischen und siebenbürgischen Gesandten, sind nicht eigenhändig. 118. 1616 Mai 9, Wien. Kaiser Matthias und Sultan Achmed I. erneuern und verlängern die Friedens­schlüsse von Zsitva-Torok und Wien. Abschrift, Papier, saec. XVII.: Türkische Urkunden. — Im Juli 1615 war in Wien der Friede von Zsitva-Torok erneuert und um zwanzig Jahre verlängert worden. Der neue Vertrag enthielt auch Bestimmungen über den Handel kaiserlicher Kaufleute in der Türkei. Die Frage der strittigen ungari­schen Dörfer besonders in der Umgebung von Gran, machte 1616 die Erneuerung und Ergänzung der beiden Friedens­schlüsse notwendig. Dadurch ist es gelungen, im ganzen Ver­lauf des 30jährigen Krieges einen Kampf mit der Pforte zu vermeiden. XVI. Österreich und der Osten. 119. 1514 (Februar—März 7), Moskau. Zar Vasilij III. Ivanovic von Rußland schließt mit Kaiser Maximi­lian I. ein Defensivbündnis gegen ihre beiderseitigen Feinde und ein Offensivbündnis gegen König Sigis­mund I. von Polen, durch das sie jene von Polen be­setzten Gebiete wiedergewinnen wollen, die sowohl Moskau als auch der Deutsche Orden beanspruchen. Orig., Perg., mit der Goldbulle des Zaren: Urkundenreihe. 120. 1514 August 4, Gmunden (O.Ö.). Kaiser Maximilian ratifiziert das Bündnis mit dem Großfürsten Vasilij. Orig., Perg., mit der Goldbulle des Kaisers: Urkundenreihe. — Die Abmachungen dieses Vertrages wurden nicht verwirk­

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