Österreichische und europäische Geschichte in Dokumenten des HHStA
Hauptraum (Nr. 1–344)
105 selbständige Staaten. Die Sowjetunion erkannte die Unabhängigkeit Polens, der Ukraine, Finnlands und Litauens an und trat Batum, Kars und Ardahan an die Türkei ab (vgl. Nr. 292). 330. 1919 September 10, Saint Germain-en-Laye. Österreichisches Exemplar des Friedensvertrages zwischen Österreich und den alliierten und assoziierten Mächten. Beglaubigte Kopie, Druck, Papier, 540 Seiten: Staatsurkunden. — Der aus 381 Artikeln und einer Karte bestehende Vertrag war der unter Führung des Staatskanzlers Dr. Renner stehenden österreichischen Delegation am 2. September übergeben worden. Am 6. September stimmte die österreichische Nationalversammlung mit großer Mehrheit, aber „unter feierlichem Protest vor aller Welt“ der Unterzeichnung zu, die am 10. September stattfand. XXXII. Von der ersten zur zweiten Republik. 331. 1919 Mai — 1934 Juni. Typar des Staatssiegels der Republik Österreich. Stahl: Typarsammlung des Haus-, Hof- und Staatsarchivs. — Dieses Staatssiegel wird von Österreich seit 1945 wieder geführt. 332. 1919 Mai 16, Klagenfurt. Abkommen zwischen Österreich und Jugoslawien über die beiderseitigen Kriegsgefangenen aus dem Kärntner Abwehrkampf. Orig., Papier, mit den Unterschriften des Konsuls Max Hoffinger, Landesverwesers Dr. Arthur Lemisch, Landesbefehlshabers Oberstleutnant Hülgert und des Vertreters des Kärntner Soldatenrates Paul Jobst für Österreich und des Oberstleutnants und Generalstabschefs Milutin Nedic, des Hauptmanns Anton Lokar und des Dr. Andre Druskovitch für das serbisch-kroatisch-slowenische Königreich: Staatsurkunden. — Der Abwehrkampf freiwilliger Verbände in Kärnten gegen reguläre jugoslawische Truppen führte Ende Mai 1919 zu einem Vordringen der Jugoslawen über die Drau. Durch eine Intervention Italiens wurde ein weiterer