Walter A. Schwarz: „Vergänglicher Glanz…“, Altösterreichs Orden

KATALOGTEIL - 1. Der Orden vom Goldenen Vlies

Orden in die so genannte „Bauhütte“. Doch auch dort war ihnen kein langes Ver­weilen beschieden. Als dieser Raum um 1995 zu einem Museumsshop umgebaut und auch für kleine Ausstellungen benötigt wurde, kamen die österreichisch­ungarischen Orden ebenfalls ins Depot. Ob und wann sie jemals wieder der Öffent­lichkeit zugänglich gemacht werden, lässt sich dzt. nicht absehen. 1.3 Halsdekoration, um 1873 Gebr. Resch Wien, Gold und Email, 100 mm, 65 g. 1.4 Halsdekoration, um/nach 1890 Gold und Email, Vlieshöhe 40 mm, Gesamthöhe der Kleinodes 105 mm, 75 g. Aus dem Besitz des GdI54 Erzherzog Peter Ferdinand Salvator. Das Feuereisen ist nur blau emailliert ohne grüne Girlande und grünem Knopf, Vor­derseite mit goldener Inschrift, die Rückseite ohne Inschrift. In Lederetui. Erzherzog Peter Ferdinand Salvator wurde am 12. Mai 1874 in Salzburg geboren. Im Salzburger Exil der Familie Habsburg-Toskana aufgewachsen, schlug er die Militärlaufbahn ein und wurde 1893 aus der Theresianischen Militärakademie als Lt zum Infanterieregiment Erzherzog Rainer Nr. 59 ausgemustert. 1907 zum Oberst befördert erhielt er das Kommando über das Infanterieregiment Nr. 59, 1908 die Inhaberschaft über das Infanterieregiment Nr. 66 und 1909 das Kommando über das Infanterieregiment Kaiserin und Königin Maria Theresia Nr. 32. 1911 wurde er GM und Kommandant der 49. Infanteriebrigade in Wien.55 Im Februar 1914 erhielt er das Kommando über die 25. (Wiener) Infanterie-Truppen-Division, wurde 1915 zum FML befördert, jedoch am 9. Juni 1915 seines Kommandos enthoben. Wäh­rend der Schlacht von Komaröw führte er eine aus 2 Infanterie-Truppen-Divisionen bestehende Gruppe, verhinderte jedoch - so GdI Moritz Auffenberg Frh. v. Komaröw (*1852, 11928) in seinen 1920 und 1921 erschienenen Erinnerungen - durch sein Disponieren die Einkesselung der russischen 5. Armee. Nicht zuletzt auf Grund der Verwandtschaft seiner Frau, Erzherzogin Maria Christine, geb. Prinzes­sin von Bourbon-Sizilien (*1877, 11947), mit den Bourbon-Parmas, stellte Kaiser Karl I. EH Peter Ferdinand jedoch wieder in Dienst, beförderte ihn am 17. April 1917 zum GdI und gab ihm das Kommando über die aus der 93. Infanterie- Truppen-Division und der 59. Gebirgs-Brigade bestehende Armeegruppe, die ab August 1918 zum V. Korps erweitert wurde. Schließlich wurde er noch mit dem Der Dienstgrad „General der Infanterie“ wurde mit kaiserlicher Entschließung vom 15. November 1908 für die aus der Infanterie stammenden Generäle der III. Rangklasse eingeführt. Bis dahin wurden diese Generäle als „Feldzeugmeister“ bezeichnet. Anm. d. Verf. Vgl. Schematismus für das k. u. k. Heer und die k. u. k. Kriegsmarine 19 14 (Wien, Februar 1914), S. 18, 83, 134 und 510. 37

Next

/
Oldalképek
Tartalom