Szilágyi András (szerk.): Ars Decorativa 26. (Budapest, 2008)

Anna RÁKOSSY - Noémi VARGA: Ein Dolch aus dem 16. Jahrhundert in der Esterházy-Schatzkammer

schmutzt, auf dem Scheidenblech waren an mehreren Stellen kleinere Verbeulungen und Risse zu erkennen. Die Vergoldung war stel­lenweise stark verblasst, die Emaillierung in großem Maße beschädigt, zuweilen heraus­gefallen. Auch die Parierstange war an mehreren Stellen gerissen, eingebeult, ein kleines Stück vom gegossenen Linienkranz 1. Die zerlegten Stücke des Dolches vor der Restaurierung 2. Detail des Elfenbeingriffes mit den Ergänzungen 3. Der Elfenbeingriff nach der Restaurierung 4. Die Scheide des Dolches in zerlegtem Zustand, mit ihrem Holzkern fehlte. Einer von den beiden Drachenköpfen hatte sich am Lötansatz gelockert, auch hier war die Emaillierung stellenweise herausge­fallen. Die schmiedeeiserne Klinge war stark korrodiert, am stärksten hatte die Eisen­korrosion den Griffteil der Klinge ange­griffen. Infolge von äußeren Einflüssen war der Elfenbeingriff in mehrere Stücke zer­brochen, stark verschmutzt und durch Kontakt mit dem Eisengriff von innen bräunlich verfärbt. Nach der Fotodokumentation seines Zustandes begann die Restaurierung des Prunkdolchs mit der Auseinandernahme des Stückes und setzte sich fort mit der materialgemäßen Trennung und Reinigung der Einzelteile. (Abb. 1) Nach mechanischer Entfernung des vielen Rostes auf der geschmiedeten Klinge wurde diese mit Lösungs- und chemischen Mitteln gereinigt, was mehrfach wiederholt werden musste. Nach der vollständigen Reinigung und Neutralisierung musste die Klinge gegen weitere Oxidierung geschützt werden. Die Entfernung der Verschmutzungen des Elfenbeingriffes geschah mechanisch, mittels Pinsel, danach mit schwacher Laugenlösung und alkoholischer Entwässe­rung, wonach eine emailschonende chemi­sche Reinigung der Silberelemente folgte. Erst nach dem Zusammenkleben der zer-

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