Szilágyi András (szerk.): Ars Decorativa 18. (Budapest, 1999)

Hilda HORVÁTH: Aus der Korrespondenz eines Kunsthändlers. Die Briefe von A. S. Drey an György Rath (1886-1903)

raschung um 100 Francs theurer bezahlen als das erste. Doch ist dies kein Grund für mich nunmehr für die Spiegel einen andern Preis zu verlangen. Ich glaube auch, dass wir uns auf Grund Ihres Vorschlages leicht einigen können. Nur möchte ich Ihnen vorschlagen, mir den Stoff nicht theurer wie 400 Mark anzurechnen, da ich ihn nicht theurer für mich rechnen kann. Sollte ich jedoch mehr für den Stoff erreichen, so würde ich das Mehr zu Ihrer Verfügung halten. Auch stelle Ihnen den Stoff zu M 400 zur Verfügung, so lange er mein Eigen ist. Was die Bronce-Armleuchter betrifft, so würde ich sie eigentlich für mich nur ungern erwerben. Ich möchte Ihnen daher den Vorschlag machen, mir die Arm­leuchter zum Verkaufe einzusenden, und ich hoffe dann doch 100 bis 150 Mark für Ihre Rechnung realisiren zu können. Ich glaube auf diese Weise kommen unsere Preise nahe zusammen und sehe ich Ihrer gefälligen Rückäusserung hierüber ent­gegen. Die gothische Hostienbüchse, die ich ans Museum adressirte, dürfte inzwierschen auch bei Ihnen eingetroffen sein. Zum kommenden neuen Jahre sende Ih­nen und Ihrer sehr geehrter Frau Gemahlin meine herzlichsten Glückwünsche. Unter besten Grüssen verbleibe mit vor­züglicher Hochachtung Ihr ergebenster A. S. Drey KLT 1430/1 - München, den 15. Feb­ruar 1894. Sehr geehrter Herr Präsident, Ihr sehr geehrtes Schreiben vom 11. ds. ist mir richtig zugekommen, und habe ich die übersandten M 500- Ihrem Conto zur Gutschrift gebracht. Der Ihnen unterm 7. ds. zugesandte Rechnungs-Auszug ist ganz richtig, da die Tauschaufgabe bei dem Hostienbehälter nicht 25 sondern 40 Gul­den betragen hat. Sie werden sich vielleicht erinnern, dass Sie den Hostienbehälter pr. 110- übernahmen. Hiegegen nahm ich ich die beiden Wandleuchter pr. 50- und die Bleimedaille pr. 20. Es thut mir leid zu hören, dass die beiden Spiegel nicht in Ganzheit angekommen sind. Doch kommen beim Transport solch subtiler Holzsculp­turen leicht kleine Beschädigungen vor. Zudem wurden die Spiegel nicht bei mir verpackt. Sondern ich Hess sie sofort beim Eintreffen von Bologna unnverzollt weiter­expediren. Hoffentlich stellen sich die Reparaturkosten etwas billiger schliesslich: und ich glaube, dass Sie an den Objecten doch eine gute Aquisition gemacht haben, da die Spiegel sehr schön und immerhin noch preisswürdig sind. Unter besten Grüssen verbleibe mit vor­züglicher Hochachtung Ihr ergebenster A. S. Drey. KLT 1430/2 - München, den 23. März 1894. Sehr geehrter Herr Präsident, Nach Ihrem werthen Schreiben vom 15. ds. zu schliessen, hoffe ich Sie nunmehr wohbehalten in Budapest eingetroffen. Auf Ihre Mittheilungen wegen der Repara­turkosten der Spiegel erlaube ich mir zu erwidern, dass ich kaum glaube, dass Sie die Spiegel selbst inclusive der Repara­turkosten zu theuer bezahlt haben. Ich gebe Ihnen die Versicherung, dass ich die Gegenstücke theurer verwerthet habe und auch diese Spiegel hätte ich theurer ver­wenden können. Es ist klar, dass solch alte Stücke immer kleiner Reparaturen bedür­fen. Und wenn Sie noch facettierte Spiegel anfertigen Hessen, so thaten Sie sehr Recht daran; aber ich kann doch nicht ver­antwortlich für diese Luxusausgabe sein, und weiss ich wohl, dass facettierte Spiegel fünfmal theurer sind, als gewöhnliche Spiegel. Infolgedessen scheint es mir nicht gerechtfertigt, wenn Sie mir zumuth einen Theil der Reparaturkosten zu zahlen. ... Dass Sie mir das Tausch object bei diesem Geschöfle (den Gold-Brocat-Rauchmantel) unter Ihrem Kostenpreis berechneten thut mir leid. Nun trifft es sich aber, dass ich den Rauchmantel für einen Zweck den ich

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