Imre Jakabffy (szerk.): Ars Decorativa 4. (Budapest, 1976)
LÁSZLÓ, Emőke: Gebilddamaste aus Sachsen und Schlesien
Gebilddamaste an. Wahrscheinlich wurde sie im gleichen Zeitraum Verfertigt 17 (Abb. 10) . Unser jüngster deutscher Bilddamast stammt vom Anfang des 19. Jahrhunderts 19 (Abb. 11) . Im Mittelfeld gekantetes Viereck, darin eine Märchenfigur, die den siebenköpfigen Drachen mit Knüppel erschlägt. Das Viereck wird von einer Ellipsoide umringt, in Zwischenfeldern Schwanenpaare. Innerhalb der folgenden Kreislinie feine, sieh kreuzende Blumengirlande mit Bändern und fliegenden Vögeln. In den vier Ecken je eine Henkelvase, vom Eusse ausgehend mit mäanderartigen Akantbusranken geschmückt, die sich gegen die Mitte der Seiten verkleinern. Die Ornamentik der Decke und die geometrische Einfassung der Musterung weisen schon auf eine charakteristische EmpireArbeit hin. Die relativ grosse Zahl der Bilddamaste in unserer Sammlung beweist, dass einst diese auch bei uns für beliebt galten. Wir treffen in Inventaren und Nachlassverzeichnissen die Erwähnungen zahlreicher, meist mit Blumenmusterung geschmückter Damastdecken. Die weitere Aufgabe der Forschung wäre über die Verbreitung dieser Textilart und über das eventuelle Vorkommen der Webezentren in Nordungarn durch archivalische Quellen und durch Aufarbeitung der zurzeit nicht bestimmten Stücken ein genaueres Bild schaffen zu können. 10. TISCHDECKE MIT BLUMEN, HALBSEIDENDAMAST, UM 1790 85