Imre Jakabffy (szerk.): Ars Decorativa 2. (Budapest, 1974)
KISS, Ákos: Kunstgewerbliche Angaben zur neohellenischen Stilrichtung im 19 Jahrhundert
4. PORZELLANVASE, WIEN und Bronze eine hervorragende Erinnerung des Stils. In griechischer Form aufgebaut, ist ihre, dem Hydriatyp am nächsten stehende, sich auf grossen Oberflächen entfaltende emaillierte und gemalte, mit goldenem Rankenschmuck und Akanthuspalmetten versehene Konstruktion der frühen Epoche des Hellenismus entliehen. Sie entstand vor 1873 (Inv.-Nr.: 889, H.: 48, D.: 13.5 cm. Gekauft bei der Wiener Weltausstellung). Eine frühe Erinnerung an die Keramikkultur des Griechentums ist die, die Vorbilder des 5—4. Jahrhunderts v. u. Z. getreulich wiedergebende Vase der Wiener Porzellanfabrik (Abb. 4.). Die Hydriaform ist die Erinnerung an die Begeisterung für die Vorassoziation des griechischen Formenschatzes der Magna Graecia. (Inv.-Nr.: 54.461, H: 22.8, D.: 23.5 cm. Aus der Sammlung von Pál Fabó.) 5. ZIERVASE AUS STEINGUT VILLEROY & BOSCH, METTLACH Aus der Vollentfaltung der Richtung stammt die Ziervase aus Steingut der Mettlacher Fabrik Villeroy und Bosch (Fabr. Nr.: 835, Abb. 5.), die sozusagen alle Eigenschaften des Neohellenismus vermischt. Auch ihre Färbung stammt aus den rötlichbräunlich-ocker-schwarz-weissen Tönen der griechischen Keramik. (Inv.-Nr.: 5131, H.: 37, D.: 12 cm, aus der Wiener Weltausstellung.) 148