Archivalische Beilage der Historischen Blätter 1. (1931)
Die Urkunden des Stadtarchivs in Bregenz. I. Teil. Regesten von 1330 bis 1500 von Viktor Kleiner
Hans im Holtz zu Wolffurt verkauft dem Kilyon Loher, Bürger zu Pregentz um 33 Pfd. Pfg. einen auf St. Michaelstag zu entrichtenden, ablösbaren Jahreszins von 1 Pfd. 13 Sch. Pfg. ab seinem Weingarten zu Wolffurt den man nennt der Nüw Wingart, stoßt an den Bauweg, an Hannsen Pfringgis Weingarten, an Hannsen Schnellen und Burken im Bruderhof, daraus Blasius Schmid zu Pregentz einen ablösigen Jahreszins von 10 Sch. Pfg. bezieht; ab seinem Baumgarten genannt die Bünd zu Wolffurt zur Linden, stoßt an Henni VeldeggsGut und an die Landstrasse, zinst den Sondersiechen zu Pregentz 10 Sch. Pfg.; ab einem Baumgarten den man nennt der Ledacker, stoßt an Hansen Eggs Gut und an des Kelnhofs Gut. Siegler: Jos. Berüttiner, Amman im Hof zu Staig. Orig. Perg. Das Siegel abgefallen. 262 1481 November 19. Bregentz. Erzherzog Sigmund weist die Bürger von Bregentz, welche auf seine Verschreibung 282 Pfd. 19 Sch. 3 Pfg. an seinem Hause in der Stadt verbaut und darüber ehrbare Rechnung abgelegt haben, nachdem er nun dieses Haus zu seinen Händen genommen, auf die 400 fl. an, welche ihm die Grettler und ihre Mitgesellen für Kupfer schulden. Die Uebertur sollen sie an dem Haus genannt des Pezzen Haus verbauen und ihm damit, wenn er dort ist, gehorsam sein. Auch die Fenster in der Pfarrkirche hinter dem Fronaltar sollen sie wieder mit seinen Schilden, Wappen und Kleinoden versehen, wie das vorher war, wozu er ihnen 24 fl. bewilligt. Siegler: Der Erzherzog. Papier Original. Das hinten aufgedrückte kleine Siegel beschädigt. 263 1481 November 19. Bregentz. Herzog Sigmund entscheidet im Steuerstreite zwischen den Leuten aus dem hintern Bregentzer Wald und den Bürgern zu Bregentz seines Teiles, — nachdem schon Wemher von Zymern, Jacob von Empts, Vogt zu Bludentz, Rat, und Diepold von Habsperg die Leute aus dem Hintern Pregentzer Wald und die von Lingenau und Alberschwendi gütlich entschieden, die Bregentzer aber darin nicht begriffen waren — die beiden Parteien nun dahin, dass die Güter, die die Bregentzer im Pregentzerwalde liegen haben, die schon früher gesteuert hätten, auch weiter steuern sollen und die Güter die früher nicht gesteuert hätten auch künftig nicht steuern sollen. 1481 Oktober 13. 88