Dr. J. Nemeskéri szerk.: Die spätmittelalterliche bevölkerung von Fonyód (Anthropologia Hungarica 6/1-2. Budapest, 1963)

GESICHTSPROFILANALYSE Von den untersuchten Erwachsenen eignen sich die Schädel von 35 Männern und 25 Frauen zur ausführlicheren Analyse. Es soll erwähnt werden, dass wir gemeinsam mit den obigen Er­wachsenen auch die Gesicntaprofilangaben von 3 juvenilen (2 5 und 1 o) Individuen geprüft haben, was jedoch unseren Beobachtungen nach nichts wesentliches an den erhaltenen Ergeb­nissen ändert. Allgemeine Gesichtsprofilanalyse. - In dieser Hinsicht ist von grosper Bedeutung,dass die Angaben deB ganzen Gesichtswinkels und des Alveolarpro­filwinkels berücksichtigt werden. Auf diese Weise lässt sich feststellen,dass bei den Män­narn die Orthognathie im allgemeinen mit Alveolarmesognathie einhergeht. Zur gleichen Zeit kann auch eiwähnt werden, dajs die Skala der individuellen Abweichungen ziemlich beträcht­lich ist, da die Angaben, welche die erwähnte Eigenschaft ausdrücken, zwischen den Grenz­werten ^er Pro- und OpistObnathie schwanken (Tab. 13). Für die Frauen ist die Mesognathie des ganzen Gesichtes und eine ziemlich starke Alveolarprognathie kennzeichnend, ea sind Tabelle 13. Die wichtigsten Angaben des Gesichtsprofils (Fonyód; $). Merkmale Biometrische Wirte N Min. ­Max. M V 43/1. Bimalarbreite 35 90 ­110 99,0 20 ­Nasionhöhe '"be.? der Bim^larbreit Î 35 14,0 ­23,3 18,4 9,3 77. Nasomalarwinkel 35 128, S ­147,4 138,8 18,8 . ­zjygomaxillarbreitfe 34 85,3 ­108,5 95,4 23,2 ­Subsrinale nöhe über dt>r Zygomaxillarbreite 34 19.0 ­28,7 23,2 9,7 ­Zygoma-vi 11 arwinke 1 34 120,0 ­134,7 127,9 14.7 49/a. DC. D ikryalbreite 33 16,3 ­29,2 21,8 12,9 ­DS. Dakiyalhöhe 33 10,0 ­15,4 12,3 5,4 DS/DC. Dakryaler Index 33 40,32 ­79,75 57,02 39,43 57. SC. Symotische Breite 33 6,0 ­14,0 10,2 8,0 ­SS. Symotische Höhe 33 2,4 ­7,0 4,8 4,6 SS/FC . Symotischer Index 3^ 25, 8v ­77.77 47,98 51,97 72. Ganzprof ilwinlcel 29 79 ­95 85,3 16 74. Alveolarprofilwinkel 28 68 ­90 80,5 22 75/3. Nasenvor^prungswinkel 26 18 — 35 27,0 17 also die von den Männern abweichenden morphologischen Eigenartigkeiten, in welchen die ge­schlechtliche Zweigestaltigkeit (DImo"?hismu3 ) ".um Ausdruck kommt, konstatierbar (Tab. 14). Gleichzeitig ist zu beobachten, daas das Wertintervall des GanzprofJlwinkels bei Frauen kleiner ist, als bei Männern. Bekannterwe ^.se ist Lei den Europoiden die Alveolarprognathie im allgemeinen für die ^raucn kennzeichnend. In der Frauengruppe der spätmittelalterlichen Funde von Fonyód bestätigt diese Eigenartigkeit mittelbar die Richtigkeit der Geschlechts­bestimmung. Analyse der Gesichtsflachheit. - Im vorstehenden analy­sierten wir eigentlich einige Merkmale des vertikalen G«sichtsprof ils . Es entspricht in vollem Masse den alIge: einen morphologiscnen Erfordernissen.In Hinsicht der primären taxo­nomischen Einheiten (Gro^srassen) ist jedoch das vertikale Profil von untergeordneter Be­deutung . In der Abgrenzung a«_r primären taxonomischen Einheiten bestimmt in erster Linie der Grad de? lesichts^lachheit das Gesichtsprofil. Ea besteht kein Zwei fal,dass in der Bestim­mung des Gesirbtspiofi^ den horinntalen und vertikalen Komponenten gleicherweise eine Rolle zufällt. In der Rassendiagncse sind jedoch die horizontalen Diameter von grösserer Propr rtion.

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