Dr. J. Nemeskéri szerk.: Die spätmittelalterliche bevölkerung von Fonyód (Anthropologia Hungarica 6/1-2. Budapest, 1963)

DBMOGRAPHISOHE CHARAKTERISTIKA Unsere über die Population des Gräberfeldes gegebene demographische Analyse ist nur beschränkt, da urs nicht dus Gesamtraaterial zur Verfügung steht. Bei den im Erwachsenen­alter - «Tor 20 Jahre - Gestorbenen ist ein grösseres Plus an Männern zu verzeichnen (auf 100 Männer <»otfallen bloss 71 Frauen/. Die Verteilung der Gestorbenen nach Lebensalter ist ziemlich regelmässig, der Altersgruppe der 0-4jährigen gehören jedoch auffallend wenige an.Tn den einem ähnlichen Sterblichkeit styp entsprechenden Verteilungsverzeichnissen über­steigt die Proportion der im 0-4jährigen Altar Verstorbenen im allgemeinen die der 5-9jähri­gen in erheblichem Masse und enthält von allen Altersgruppen die meisten Gestorbenen. Hier betragt hingegen di ) Proportion der ersten Altersgruppe von 0-4 Jahren nicht ganz 10 % und ist niedriger als die der darauffolgenden Altersgruppe (13,2 %). Besonders auffallend ist, dass im Gräberfeld die unter 1 Jahr, im Säuglingsalter befindlichen Gestorbenen gänzlich fehlen.Dieser Umstand ist bei der auf der Sterblichkeit beruhenden Berechnung der demogra­phischen Oha. ckterlstika der Population bzw. bei der Analyse der auf diese Weise gewonne­nen Angaben unbedingt zu berücksichtigen. Die Zahl der Gestorbenen verringert sic*\ - von der erwähnten aus s ergewöhnlichen Er­scheinung abgesehen - rasch mit der Erhöhung des Lebensalters bis zu dem 15-20jährigen Alter, steigt dann bit, cuu Senium langsam an. Das normale Alter finden wir hier zwischen 50-60 Jahren, das - wenn man die im Säuglingsalter Gestorbenen abrechnet - die meisten überlebt ha'^en. Uber das normale Alter vermindert sich stets die Zahl der Gestorbenen. Die Verteilung der Gestorbenen nach lebensdauer veranschaulichen wir in fünfjährigen Alters­gruppen und im Erwachsenenalter auch dem Geschlecht nach in Abb. 1. ***.>—, ém V.I Abb.l. Sterbeziffern nach Geschlecht uni Lebensdauer (D x ), Fonyód Die j.m verkürzten Verfahren auf Grunl der Verteilung der Lebensdauer der Gestorbenen bestimmten Angaben sinl aus der Sterbetafel (Tab. 7) ersichtlich. Die Tabelle, in der d'e Angaben nicht ausgeglichen siud, widerspiegelt auch die zufälligen Schwanicungen , die sich aus der geringen Anzahl car Gestorbenen und der eventuellen systematischen Verzerrungei, welche mit den Bestattungen und der Freilegung einhergehen, ergeben. Der in U-Fon ver­laufenden Kurve entsprr-he->d, in der die Beziehung der Sterblichkeit zum Lebensalter zum Ausdruck kommt, seilte die Scerberahrscheinlichkeit vorerst zurückgehen, sodann ansteigen, weicht jedoih an einzelmn Punkten (vornehmlich im Alter von 0-; und 25-29) von der Norm £b. Die Sterblichkeit war übrigens in allen Altersgruppen der Population von Fonyód viel ttÖLcr als sie heute ist, die allgemeine Sterbeziffer dürfte mehr als 50 %° gewesen sein, setzten wir je loch ein"; 1er allgemeinen Mortalität entsprecherde SäuglirgaBterblichkeit voraus, so dürfte sie näher der Sterbeziffer vor 40 %o geleger sein.

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