Leitfaden über das Militär-Oekonomie-Verfahren der Stabs-offiziere der kaiserl. königl. Oesterreichischen Armee (Wien, Trieszt, 1821)
74 II. Hauptst ti ck. Stámplung bek Lederhäute, welche zum Schwarzen hinausgegeben werben, wirb anempfohlen. Gewicht einer Pfundsohlentzaut. Beschaffenheit teü PfundlederS. Wie die Prob- hältigkeit derselben zu gewinnen ist. §. 264. Wenn Lederhäute, oder Felle zum Schwärzen hittausgegeben werden, so ist vom Commandanten gleichfalls sorgfältig daraufzu sehen, daß selbe mir dem Commissions- Stämpel versehen seyen, damit die Häure uicht ausgetauscht werden können. Diese Stamplung geschieht auf der Narbenseite mittelst eines eisernen Stämpels, welcher ober dem Schweif ein- aber nicht durchgeschlagen wird. §. 255. Eine Pfundsohlenhaut darf nicht unter 20 und soll nicht über 33 A schwer scyn, sind sie schwerer, so können sie nur dann angenommen werden, wenn sie verhaltniß- mäßig auch größer, und zur Manipulation auch ausgiebiger sind. $. 256. Pfundleder, welches schwammig und leicht ist, dann auf dem Schnitt eine einzige braune Farbe har, ist im Kalke verdorben; Leder, welches auf dem Schnitt inwendig matt, und schwärzlich aussieht, ein offenes, und schwammigtes Gewebe hat, auch einen schwarzen oder weißlichten Strich in der Mitte zeiget, ist fehlerhaft zugerichtet; Leder, welches auf dem Schnitt wie Horn anssieht, steif und dürr ist, hat zu wenig Lohe erhalten. Will man aus dem Schnitt erkennen, ob das Leder gehörig zubereitet worden ist, so muß der Schnitt glänzend und das Geivebe dicht seyn, und eine Farbe der Muskaten- Nuß ähnlich haben. $. 237. Man kann es auch auf folgende 2(vt probiren: man schneidet nämlich ein Stück Leder aus der Haut, laßt es mit einem Hammer tüchtig schlagen, ist es vollkommen ausgearbeitet, so muß es wieder akurat hinein passen, wo e4 herausgeschnirten worden ist, dann es darf durch das Schlagen wohl dünner, aber nicht größer werden.