Leitfaden über das Militär-Oekonomie-Verfahren der Stabs-offiziere der kaiserl. königl. Oesterreichischen Armee (Wien, Trieszt, 1821)
io4 II. Haupt ft u ck. Wie die Bist, tirnng der ver. fd'ieb'enen Sebet, aattungen zu geschehen hat. Welches Ge. wicht bey Abwägung dieser ver- schiebenen Leder- Gattungen anzu- nehmen ist. §. 35o. Die Vksttirung geschieht durch den respicirenden Mithafter mit Beyziehung desjenigen Meisters, welcher die zu übernehmenden Ledergattungen verarbeiten muss, und zwar Ober-, Pfund- und Brandsohlen - Leder, daan Kalb- und Schaffelle durch Schuster, das Terzenleder durch Sattler, das Alaunleder durch Riemer, das Sämischleder durch Handschuhmacher, die rauhen Lämmerfelle und Bärenhäute durch Kirschner. Wie bey Visttirung des Leders fürgegangen wird, und wie jede Ledergattnng beschaffen seyn must , ist schonfrüher gesagt worden. §. 35i. Sind dann die verschiedenen Ledergattungen visttl'rt, so werden diejenigen, welche nach dem Gewicht angekauft werden, gewogen, wobey kein kleineres Gewicht als Viertel Pfund anzunehrnen ist. Die Abwägung geschieht in Gegenwart des Feldkriegs - Commiffärs, und so wie jedes Stück oder Ballen abgewogen ist, wird sogleich das Gewicht mit Eisenschwärze darauf geschrieben. Uebrigens ist kein feuchtes noch weniger genäßtes Leder anzunehmen, weil solches dem Verderben ausgeseßt wäre , oder durch das Trocknen an übernommenen Gewicht verlieren würde. §» 3f>2. Sind dann alle Lederhäute gewogen, so wird der zu dieser Aufnahme bestimmte Rechnungs -Adjunct her- herbeygerufen, wo sodann das Leder in Beyseyn des Feld- kriegs-Commissärs von dem Beamten und Officier ausgenommen, sogleich znsammengerechnet und das Aufnahms- Protocoll von dem Feldkriegs - Commistar unterfertiget wird. Dieses Aufnahms-Protokoll ist eben so, wie jeneS bey dem Tuch-Magazin angelegt, nur daß beym Leder die Aufnahme des Nummero wegbleibt, und hier Stück und Pfund heißt, denn bey jenen Leder-Gattungen , welche nach dem Gewicht angekauft werden, muß in denen RechS33d£ nad) W)* WíigungbiefetSe- betijaute gu ae- fejeljen tjat.